Kino

Hessen lockert Vorgaben für Kinovorstellungen

Seit dem heutigen 6. Juli gilt in Hessen eine neue Corona-Verordnung, die Erleichterungen für Kinovorführungen mit sich bringt. Zwar bleibt es beim grundsätzlichen Mindestabstand - aber eine noch einschneidendere Regelung wurde entscheidend abgemildert.

06.07.2020 14:28 • von Marc Mensch
Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (Bild: Staatskanzlei)

Fünf Quadratmeter: So viel (eigener) Platz musste bislang jedem Besucher eines der wiedereröffneten hessischen Kinos im Saal zur Verfügung stehen. Eine Regelung, die sich mitunter noch stärker auf die Kapazitäten auswirkte als der grundsätzliche Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen, die nicht unter eine Ausnahmeregelung (aktuell gemeinsamer oder ein weiterer Hausstand bzw. Gruppen von maximal zehn Personen) fallen.

Diesbezüglich gab es in der zum 6. Juli in Kraft getretenen hessischen "Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung" (Sie finden Sie hier) nun eine entscheidende Änderung: Bei Veranstaltungen wie Messen oder Konzerten sowie in Theatern und Kinos wurde die Fünf-Quadratmeter-Regel für Sitzplätze und die Zehn-Quadratmeter-Regel für Stehplätze aufgehoben. Als Richtgröße sollen für jede Person nun drei Quadratmeter zur Verfügung stehen - und selbst davon könnte beispielsweise in Kinos bei Vorlage eines Hygienekonzeptes abgewichen werden, das Schutzmaßnahmen wie das Tragen einer Alltagsmaske vorsieht. (Was schon angesichts angesichts der Frage des Verzehrs wohl eine eher theoretische Möglichkeit bleiben wird.)

Der Mindestabstand von 1,5 Metern muss indes weiterhin grundsätzlich zwischen Personen, bei denen keine der oben kurz skizzierten Ausnahmen greift, eingehalten werden. Laut Auskunft des Hessischen Wirtschaftsministeriums ließe sich auf diesen Mindestabstand im Saal auch nicht bei freiwilliger Einführung einer Maskenpflicht verzichten, eine solche Maßnahme wäre nur zur Unterschreitung des Drei-Quadratmeter-Solls dienlich.