Kino

Hessen startet Hilfsprogramm für Spielstätten

Das Unterstützungspaket "Hessen kulturell neu eröffnen" ist in seine dritte Phase gestartet. Ab sofort können Spielstätten wie Kinos beim Ministerium für Wissenschaft und Kunst Anträge auf Hilfe aus dem Fonds "Innovativ neu eröffnen" stellen.

06.07.2020 09:18 • von Marc Mensch
Hessens Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn (Bild: HMWK)

Mit dem Start der dritten Phase des Unterstützungspakets "Hessen kulturell neu eröffnen" werden in diesem Rahmen ab sofort Kultureinrichtungen unterstützt, die wegen der Corona-Pandemie vor besonderen Herausforderungen stehen.

Der Fonds "Innovativ neu eröffnen" soll als Teil des Pakets Kultureinrichtungen und Spielstätten mit regelmäßigem Veranstaltungsbetrieb die Wiederaufnahme und den Neustart des Betriebes erleichtern und damit die Not mildern, die durch die Corona-Pandemie entstanden ist. Kinos, Konzertsäle und Musik-Locations, Soziokulturelle Zentren, Freie Bühnen, Literaturhäuser und unter bestimmten Voraussetzungen auch Museen können bis zu 18.000 Euro Unterstützung für Programm-, Marketing- und Baumaßnahmen erhalten, um die Herausforderungen des Veranstaltungsbetriebes in der Corona-Pandemie leichter zu bewältigen. 500 solcher Fonds-Pakete werden vergeben, davon sind 100 für Spielstätten im ländlichen Raum reserviert.

Eine Kombination mit anderen Hilfen ist möglich, etwa auch den Programmen des Bundes. Anträge auf Unterstützung aus dem Fonds können ab sofort beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst gestellt werden.

"Hessen hat als erstes Bundesland die Wiedereröffnung von Kultureinrichtungen ermöglicht. Dazu waren und sind genaue Vorgaben nötig, um Ansteckung zu verhindern", so die hessische Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn. "Die Neueröffnung mit Abstandsregeln, damit verbunden geringeren Zahlen von Besucherinnen und Besuchern, Hygienekonzepten und anderen Auflagen stellt die Spielstätten vor große Herausforderungen. Viele stellen sich mit ungewohnten Veranstaltungsformen, kreativen bauliche Veränderungen oder neuen Formen der Publikumsansprache darauf ein. Viele dieser Innovationen werden über die Pandemie-Notlage hinaus einen künstlerischen Wert haben. Wir wollen Kulturorte dabei unterstützen, solche Brücken in die Zeit nach der Pandemie zu bauen."

Auch Anträge in den beiden ersten Phasen des Programms "Hessen kulturell neu eröffnen" sind weiterhin möglich. Freie Künstler*innen können Arbeitsstipendien von je 2.000 Euro beantragen, um ihre Projekte in der Pandemie-Zeit weiter zu betreiben, bislang wurden über 1500 solcher Stipendien mit einem Gesamtvolumen von knapp drei Mio. Euro bewilligt. Auch Kulturfestivals, die aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt oder in den digitalen Raum verlagert werden müssen, können weiterhin finanzielle Unterstützung erhalten.

Im August wird die Antragstellung für den letzten Baustein des Programms starten: Projektstipendien für freie Gruppen und Einzelkünstlerinnen und -künstler sollen den Übergang in die vollständige Neueröffnung und die Entwicklung neuer Formate unterstützen. Es stehen Mittel für 250 Gruppen in Höhe von je 18.000 Euro sowie für 1.000 Künstlerinnen und Künstler in Höhe von je 5.000 Euro bereit.