Produktion

England mit Quarantäne-Lockerung für Hollywood

Die britische Regierung hat die Quarantäne-Regelung für Film- und Fernsehproduktionen, die in England gedreht werden, gelockert. Damit sollen in erster Linie wieder Hollywood-Produktionen ins Land geholt werden.

06.07.2020 08:20 • von Barbara Schuster
Tom Cruise möchte den Dreh von "Mission: Impossible 7 & 8" schnell wieder anschieben (Bild: Paramount)

Die britische Regierung hat die Quarantäne-Regelung für Film- und Fernsehproduktionen, die in England gedreht werden, gelockert. Die Lockerungen gelten jedoch noch nicht für Schottland, Wales und Nordirland. Kultursekretär Oliver Dowden erklärte, dass man bei Schauspielern, Regisseuren und Produzenten, die zum absoluten Kernteam zählen, von der Quarantäne-Regelung absehen will. Normalerweise müssen Einreisende für zwei Wochen in Quarantäne, wobei ab 10. Juli eine allgemeine Lockerung in Kraft tritt, wonach Personen aus Ländern mit niedriger Corona-Gefahr nicht mehr in Isolation müssen. Die USA ist auf dieser Länder-Liste nicht verzeichnet.

Mit der neuen Regelung im Filmbereich hofft das Königreich jedoch, auch wieder verstärkt Hollywood-Produktionen ins Land zu holen. Laut "Screendaily" habe Dowden jüngst mit Tom Cruise gesprochen, wie es hinsichtlich der neuen Regelung möglich sein kann, den Neustart der Dreharbeiten von "Mission: Impossibe 7 & 8", die in den Warner Bros. Studios Leavesden in Hertfordshire stattfinden sollen, anzuschieben. Die neue Regelung sieht vor, dass die genehmigten Personen in einer Art abgeschotteten, kontrollierten Bereich leben und arbeiten, und dass die Produktion allgemein den COVID-Auflagen der britischen Regierung folgt. Die British Film Commission begrüßt die Lockerung. Sie sei laut Adrian Wootton, Chief Exrcutive des BFC, "ein klares Bekenntnis zum Film- und TV-Sektor, der ein wichtiger Baustein in der britischen Wirtschaft ist".