Produktion

Rekordpreis für Sklavendrama mit Will Smith

AppleTV+ treibt seine aggressive Contentpolitik voran. Auf dem virtuellen Cannes-Markt sicherte sich der Streamer das dem Vernehmen nach meistumkämpfte Projekt, Antoine Fuquas Sklavendrama "Emancipation" mit Will Smith. Für einen einmaligen Rekordpreis.

02.07.2020 08:42 • von Thomas Schultze
Will Smiths Zugkraft ist ungebrochen (Bild: Kurt Krieger)

AppleTV+ treibt seine aggressive Contentpolitik voran. Auf dem virtuellen Cannes-Markt sicherte sich der Streamer das dem Vernehmen nach meistumkämpfte Projekt, Antoine Fuquas Sklavendrama "Emancipation" mit Will Smith. Für den Rekordpreis von insgesamt 120 Millionen Dollar, die höchste Summe, die jemals auf einem Festivalfilmmarkt aufgerufen wurde. Dabei schlug Apple, die sich erst unlängst für 60 Mio. Dollar die Auswertungsrechte des Zweiter-Weltkrieg-Films "Greyhound" von Sony gesichert hatten, der noch in diesem Monat ausgewertet werden soll, zunächst Studiokonkurrenz wie Universal, MGM und Lionsgate aus dem Rennen, um am Ende dann auch noch den letzten Mitbieter, Warner Bros., zu überbieten. Aktuell besteht die Absicht, den Film nach Fertigstellung zunächst regulär in den Kinos zu starten und im Abschluss exklusiv auf AppleTV+ auszuwerten.

"Emancipation" basiert auf einer wahren Geschichte, die vor allem anhand eines erstmals 1863 veröffentlichten Fotos des geschundenen Rückens des in den Südstaaten versklavten Menschen weltweit Entsetzen auslöste. Die Produktion stemmt Will Smith gemeinsam mit seinen Partnern bei Westbrook Studios, James Lassiter und Jon Mone. Ebenfalls in die Produktion klinken sich Joey McFarland und Todd Black ein. Die Dreharbeiten sollen Anfang 2021 starten.