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Bundesliga-Rechte: Durchatmen bei Sky und ARD, Sat.1-Comeback

Nach dem Verlust der Champions-League-Rechte bleibt Sky auf nationaler Ebene der Fußballsender Nummer eins. Auch "Sportschau" und "Sportstudio" behalten ihre Rechte, allerdings verliert das ZDF seine Live-Spiele an Sat.1.

22.06.2020 16:41 • von Frank Heine
1,1 Mrd. Euro je Saison erwirtschaftet die DFL mit den BL-Rechten (Bild: DFL)

Die durch die Corona-Krise verzögerte Vergabe der Übertragungsrechte an der Fußball-Bundesliga war nach einhelligen Medienberichten von schicksalhafter Bedeutung für den Pay-TV-Anbieter Sky, der nach dem Verlust der Champions-Legue-Rechte an DAZN und Amazon unter besonderem Druck stand.

Nun hat die Deutsche Fußballliga (DFL) über die Rechtevergabe bis zur Saison 2024/25 entschieden. 1,1 Milliarden Euro nimmt die Liga künftig pro Saison ein - "ein solides Ergebnis" wird DFL-Chef Christian Seifert bei dpa zitiert. Dass die Corona-Krise ein weiteres Wachstum der Preise verhindern würde, war bereits gemutmaßt worden. Zuletzt wurden 1,16 Mrd. Euro pro Saison erzielt.

Sky hält weiterhin mit mehr als 200 Spielen pro Saison den größten Anteil. Allerdings beschränkt sich der Zugriff nun auf den Samstag, an allen anderen Spieltagen bleibt der Pay-TV-Anbieter außen vor. Streaming-Dienst DAZN bringt es auf 106 Partien. Auch die ARD und das ZDF haben sich erneut ein Rechtepaket gesichert, durch das die "Sportschau" und "Das aktuelle Sportstudio" weiterhin die Zusammenfassungen der Partien zeigen können. Das ZDF verliert indes seine Live-Spiele bestehend aus Supercup sowie drei weiteren Bundesligaspielen am 1., 17. und 18. Spieltag an Sat1. In dem Rechtepaket, das der "ran"-Sender erwarb sind auch die vier Relegationsspiele zwischen den drei Profiligen und das Auftaktspiel der 2. Bundesliga enthalten.

Axel Springer hat sich wiederum eine Rechtepaket gesichert das die Übertragung von Highlight-Videos aller Begegnungen der beiden höchsten deutschen Spielklassen unmittelbar nach Abpfiff gewährleistet. Zudem kommt es zum Comeback von Sport 1 als Zweitligasender. Dort werden künftig die auf 20.30 Uhr angesetzten Samstagsbegegnungen live zu sehen sein.