Festival

Knapp 2.500 Filmstreams beim Online-Filmfestival #filmkunstzuhause

Von 5. bis 10. Mai fand das Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern Corona-bedingt online statt. Die Veranstalter zogen jetzt Bilanz.

12.05.2020 09:16 • von Jochen Müller
Christian Werners "Irgendwann ist auch mal gut" war der am meisten gestreamte Film bei der Online-Ausgabe des Filmkunstfest MV (Bild: Anne Bolick)

2.470 Filmstreams sind von 5. bis 10. Mai während der Onlineausgabe des Corona-bedingt abgesagten Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern, #filmkunstzuhause, abgerufen worden. Von den 4,99 Euro Gebühr pro Film gehen nach Abzug von Gebühren 80 Prozent an den Lizenzgeber, 20 Prozent an den technischen Dienstleister. Das teilt der Veranstalter, die Filmland MV gGmbH, jetzt mit.

Wie der künstlerische Leiter des Festivals, Volker Kufahl, betont, seien die Erwartungen an die Onlineausgabe des Festivals übertroffen worden: "Das Experiment ist geglückt: Unser inhaltliches Konzept für ein Filmfest im Netz ist aufgegangen. Mit der Qualität des Auftritts insgesamt, mit den ausgewählten Filmen und dem kostenfreien Rahmenprogramm haben wir eine ausgezeichnete Visitenkarte für das Filmkunstfest MV abgegeben. Das Festivalteam, die Filmschaffenden, Schweriner Bands und DJs haben in kürzester Zeit unter schwierigen Bedingungen ihre Kreativität und Leidenschaft unter Beweis gestellt. Nur eins hat gefehlt - und das unterscheidet die virtuelle von der realen Welt: Der persönliche Kontakt mit dem Publikum im Kinosaal."

Nach Angaben der Veranstalter habe man mit #filmkunstzuhause ein "signifikant jüngeres Publikum als beim Filmkunstfest MV erreicht". So seien 45 Prozent der Nutzer*innen zwischen 18 und 34 Jahre, 34 Prozent zwischen 35 und 54 Jahre und ca. 21 Prozent älter als 55 Jahre gewesen. Meistgesehener war Christian Werners Tragikomödie Irgendwann ist auch mal gut" mit Fabian Hinrichs in der Rolle eines vom Pech verfolgten Bestatters.