Kino

Budget für Kinoprogrammpreise Mitteldeutschland wird verdreifacht

Mit den Worten "Es ist höchste Zeit, dass auch die mitteldeutschen Kinos in der tiefgreifenden Krise unterstützt werden" kündigte MDM-Geschäftsführer Claas Danielsen heute eine einmalige Verdreifachung der bei den Kinoprogrammpreisen Mitteldeutschland vergebenen Prämien an.

08.05.2020 12:12 • von Jochen Müller
MDM-Geschäftsführer Claas Danielsen (Bild: MDM)

Anstelle der bisherigen Prämien in einer Gesamthöhe von 100.000 Euro sollen bei den Kinoprogrammpreisen Mitteldeutschland in diesem Jahr einmalig 300.000 Euro vergeben werden. Das kündigte die Mitteldeutsche Medienförderung (MDM) heute an.

Geschäftsführer Claas Danielsen: "Es ist höchste Zeit, dass auch die mitteldeutschen Kinos in der tiefgreifenden Krise unterstützt werden und die Existenz dieser unverzichtbaren Kulturorte gesichert wird. Unsere Kinoprogrammpreise sind ein wichtiger Beitrag, der aber leider nur die Arthouse-Kinos stärkt. Die größeren Häuser müssen durch Hilfsmaßnahmen der Länder gestützt werden, um ein Kinosterben in der Region zu verhindern. Ich hoffe, dass wir alle die Magie des Films bald wieder auf der großen Leinwand genießen können."

Sachsen-Anhalts Staats- und Kulturminister Rainer Robra, Aufsichtsratsvorsitzender der MDM, betont: "Die Kinos sind durch die Corona-bedingte Schließung, die seit Mitte März noch immer andauert, besonders getroffen. Nicht wenige bangen um ihre Existenz. Daher freue ich mich, dass die Mitteldeutsche Medienförderung die Kinoprogrammpreise in diesem Jahr verdreifacht hat. Durch die zeitnahe Auszahlung der Preisgelder an die Bewerber, können die wirtschaftlichenAuswirkungen der Corona-Pandemie zumindest abgemildert werden."

Nach Angaben der MDM sei eine Auszahlung der Kinoprogrammprämien, die an alle Kinos gehen, die sich 2020 beworben hätten, für Juni geplant.