Kino

ÖFI erhält Sonderdotierung

Das Österreichische Filminstitut hat vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKOES) in der Coronakrise eine zusätzliche Million Euro bereitgestellt bekommen. Laut ÖFI sei damit "ein wichtiger Schritt zur Stabilisierung der Branche" gesetzt worden.

08.05.2020 07:40 • von Barbara Schuster
Roland Teichmann (Bild: ÖFI)

Das Österreichische Filminstitut hat vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKOES) in der Coronakrise eine zusätzliche Million Euro bereitgestellt bekommen. Laut ÖFI sei damit "ein wichtiger Schritt zur Stabilisierung der Branche" gesetzt worden. Die zusätzlichen Mittel seien zum Teil bereits bei aktuellen Förderentscheidungen im Bereich Stoff- und Projektentwicklung zum Einsatz gekommen. Beim anstehenden Antragstermin mit Stichtag 26. Mai soll der Schwerpunkt insbesondere auf Entwicklungsförderungen gelegt werden.

Hintergrund sind laut ÖFI die nach wie vor bestehenden Unsicherheiten über Drehmöglichkeiten im Sommer/Herbst und der Finanzierung der damit verbundenen Mehrkosten. Darüber hinaus seien bereits 19 Herstellungsförderungen vergeben worden, die alle noch dieses Jahr oder Anfang nächsten Jahres auf ihre Umsetzung warten bzw. hoffen. ÖFI-Chef Roland Teichmann schreibt: "Die Zeiten sind hart, daran gibt es nichts zu beschönigen, aber sie könnten auch ein Beschleuniger für Kreativität und Innovation sein. Wir arbeiten im Rahmen all unserer Möglichkeiten daran, hier die Chance in der Krise zu sehen und setzen alles daran, dass der österreichische Kinofilm wie der Phönix aus der Asche steigen wird! Dieses Bild haben wir als Ziel vor Augen! Dazu wird es neben guten Projekten auch zusätzliches Geld für Produktionen benötigen. Darauf hoffen wir, daran arbeiten wir!

Die Anträge für den anstehenden Fördertermin sollen ausschließlich elektronisch an übermittelt werden. Anträge in Papierform werden nicht mehr angekommen. Diese Bestimmung gelte zunächst über den von Corona dominierten Zeittraum. Ob dieses Verfahren auch in Zukunft beibehalten wird, werde sich aus den gewonnenen Erfahrungswerten ergeben, wie das ÖFI informiert.