Kino

UPDATE: Mecklenburg-Vorpommern gibt Kinos Perspektive

Es war eine recht knappe Pressekonferenz nach einem langen Sitzungstag, bei der Kinos zunächst nicht einmal namentlich erwähnt wurden. Und doch durfte man davon ausgehen, dass Kinoöffnungen in Mecklenburg-Vorpommern ab 18. Mai möglich sein würden. Tatsächlich ist es aber nun der 25. Mai.

08.05.2020 00:03 • von Marc Mensch
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (Bild: Susie Knoll)

UPDATE: Entgegen der (wenn auch schwammigen) Aussagen von Caffier werden u.a. Theater, Konzerthäuser und Kinos nicht bereits ab 18. Mai wieder öffnen können. Laut einem mittlerweile nach einer Kabinettssitzung korrigierten Plan geht es für Kinos am 25. Mai; für andere kulturelle Angebote (außer Museen o.ä.) sogar erst ab 15. Juni wieder los.

Zum MV-Plan zu den Lockerungen

URSPRÜNGLICHE MELDUNG: Das Wettrennen darum, wer die kurzfristigste Wiedereröffnung von Kulturbetrieben verkünden kann, dürfte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier klar für sich entschieden haben. Übrigens nicht zwangsweise zur Begeisterung der Kinobetreiber, wie erste Stimmen zeigen. Nun, der 9. Mai wird es für Kinos in Mecklenburg-Vorpommern nicht, aber das heute bei einer gemeinsamen Pressekonferenz von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Innenminister Lorenz Caffier verkündete Datum für die Genehmigung von Veranstaltungen liegt auch nur zehn Tage später. Wobei das Wort "Kino" bei den vergleichsweise knappen Ansprachen von Schwesig und Caffier nach einem langen Sitzungstag ebensowenig fiel, wie etwa "Theater".

Allerdings stellte Caffier doch fest, dass er die nun getroffenen Regelungen für ein "wichtiges Zeichen" im Interesse der Kuturschaffenden halte - dahingehend, dass diesen überhaupt die Möglichkeit von Angeboten wieder gegeben werde.

So musste man sich mit der knappen - aber dann doch konsequenter Weise Kulturangebote wie Kinos umfassenden - Ankündigung begnügen, dass Veranstaltungen in Innenräumen mit bis zu 75 Personen ab 18. Mai wieder zulässig sind. Wie genau diese 75 Personen definiert sind (pro Saal und Vorstellung oder gleichzeitig im Gebäude?) ist noch offen, klar macht Caffier allerdings, dass jede dieser Veranstaltungen der expliziten Genehmigung durch die Gesundheitsbehörden bedürfe und eine Listenführung, also eine Erfassung der Daten, erforderlich sei.

Dass Veranstaltungen mit mehr als 200 Personen im Innenbereich bis 31. August untersagt sein werden, lasse sich übrigens bereits jetzt sagen, auch wenn der fünfstufige Plan des Landes zu den Lockerungen der Corona-Maßnahmen am 25. Mai in eine dritte, am 15. Juni in eine vierte Phase geht.