Kino

"100.000" generiert über 250.000 Euro Kino-Hilfe

Mit der auf 24 Stunden beschränkten, digitalen Premiere von "100.000 - Alles, was ich nie wollte" generierte der junge Verleih Notsold genau 251.841,70 Euro Corona-Hilfe für die Kinos.

11.05.2020 07:40 • von Heike Angermaier
"100.000 - Alles, was ich nicht wollte" hilft Kinos mit über 250.000 Euro (Bild: Notsold)

Mit der auf 24 Stunden beschränkten, digitalen Premiere von "100000 - Alles, was ich nie wollte" generierte der junge Verleih Notsold genau 251.841,70 Euro Corona-Hilfe für die Kinos. 119.607 Tickets wurden für den Film über Youtube-Star und Musiker Fynn Kliemann gelöst. Die Ausschüttung ist noch im Mai geplant. Die meisten Zuschauer wählten das Hamburger Abaton Kino als ihr Lieblingskino. Aber auch andere Kinos in Hamburg und bundesweit profitieren. Außer in Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde der Film auch in 70 anderen Ländern gestreamt, knapp 100.000 sahen ihn auf dem Desktop.

Ursprünglich war ein Alternative-Content-Start in den Kinos geplant gewesen, doch wegen der Corona-Krise entschied man sich beim Anfang des Jahres gegründeten Verleih für einen digitalen Start, bei dem die Kinos mit 25 Prozent am Gewinn unterstützt werden sollten.

"Den Traum von der Kinopremiere mit großer Leinwand haben wir noch nicht aufgegeben", sagen die Notsold-GFs Ole Hellwig und Henriette Ahrens in einer Pressemitteilung. Mehr zu ihrem ungewöhnlichen Konzept für "100.000" und ihre junge Firma erzählen sie im Interview.