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Corona und die Branche: Raphael Brunschwig, COO Locarno Filmfestival

Wie schlagen Sie sich während der Corona-Krise? Blickpunkt:Film hört sich um und befragt Mitglieder der Kino- und Filmbranche, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert werden. Hier berichtet Raphael Brunschwig, COO Locarno Film Festival.

07.05.2020 11:52 • von Barbara Schuster
Raphael Brunschwig (Bild: Locarno Film Festival)

Wie schlagen Sie sich während der Corona-Krise? Blickpunkt:Film hört sich um und befragt Mitglieder der Kino- und Filmbranche, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert werden. Hier berichtet Raphael Brunschwig, COO Locarno Film Festival.

Wie behaupten Sie sich in der Corona-Krise?

Wir schauen nach vorn! Da wir das Festival in seiner herkömmlichen Form nicht durchführen können, sind wir daran, eine Reihe von gezielten Projekten zu entwickeln. Sie sollen ein Zeichen für die Unterstützung des unabhängigen Autorenfilms, der Kinos und folglich auch für das Publikum setzen. Aus struktureller Sicht geht es darum, in der digitalen Sphäre stärker aufzutreten und damit künftige Entwicklungen vornewegzunehmen. Wir denken dabei beispielweise an die immer wichtiger werdende Verbreitung von Inhalten ausserhalb der zehn Festivaltage, die gleichzeitig den Kern unseres Auftrags sind und bleiben werden.

Mit welchen Schwierigkeiten haben Sie zu kämpfen?

Bis vor einigen Wochen bestand die größte Herausforderung in der Unsicherheit: Wir haben an vielen Szenarien gearbeitet, und alle haben sich ständig verändert. Nun sind die Herausforderungen finanzieller Natur. Wir können glücklicherweise auf die Unterstützung unserer öffentlichen, privaten und organisatorischen Partner zählen. Wir befinden uns in einer Transformation mit dem Ziel, die Werte, die das Locarno Film Festival seit mehr als 70 Jahren ausmachen, auf andere Bühnen und Plattformen zu tragen.

Wann, hoffen Sie, wird das Geschäft normal weitergehen können?

So schnell wie möglich!