Kino

Corona und die Branche: Thorsten Schaumann, Festivalleiter

Wie schlagen Sie sich während der Corona-Krise? Blickpunkt:Film hört sich um und befragt Mitglieder der Kino- und Filmbranche, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert werden. Hier berichtet Thorsten Schaumann, Festivalleiter der Internationalen Hofer Filmtage.

30.04.2020 14:36 • von Barbara Schuster
Thorsten Schaumann (Bild: Peter Fröhlich)

Wie schlagen Sie sich während der Corona-Krise? Blickpunkt:Film hört sich um und befragt Mitglieder der Kino- und Filmbranche, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert werden. Hier berichtet Thorsten Schaumann, Festivalleiter der Internationalen Hofer Filmtage.

Wie behaupten Sie sich in der Corona-Krise?

Das kann ich selber gar nicht so richtig einschätzen. Grundsätzlich versuche ich die Zeit, die uns diese, die gesamte Welt betreffende Misere absurder Weise gibt, möglichst optimal zu nutzen: aufräumen, ausmisten, planen.

Mit welchen Schwierigkeiten haben Sie zu kämpfen?

Nichts ist so beständig wie der Wandel. Jetzt ist dieser Wandel im Höchstleistungssport angekommen. Um diesem zu begegnen baue ich mir Szenarien, insbesondere natürlich für die Filmtage Planung. Da sich die Rahmenbedingungen jedoch dauernd ändern, müssen auch die Szenarien immer angepasst werden. Das ist ein ständiges Hin und Her an Abstimmung. Habe ich mit allen Partner*innen gerade abgestimmt, fange ich wieder von vorne an. Sisyphos lässt grüßen.

Wann, hoffen Sie, wird das Geschäft normal weitergehen können?

Das ist eine gute Frage. Ich denke, dass noch eine Weile mit Einschränkungen zu rechnen ist. Frühestens dann sind breitere Öffnungen denkbar, die auch größere Veranstaltungen wieder ermöglichen. Wir brauchen dafür aber auch das Vertrauen der Menschen in die Stabilität der Gesundheitslage und intelligente Sicherheitskonzepte, damit sie überhaupt wieder zu einem Festival kommen und ins Kino gehen. Normalität wird in Zukunft neu definiert. Daran müssen wir in der Filmbranche gemeinsam kreativ arbeiten, wenn wir sie erhalten wollen. Aber wir schaffen das, davon bin ich überzeugt. Kino lebt!