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Corona und die Branche: Monika Plura, Kamerafrau

Wie schlagen Sie sich während der Corona-Krise? Blickpunkt:Film hört sich um und befragt Mitglieder der Kino- und Filmbranche, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert werden. Hier berichtet Monika Plura, Kamerafrau.

29.04.2020 15:20 • von Frank Heine
Monika Plura nutzt die Dreh-freie Zeit zum Drehbuchschreiben (Bild: Jasmin Tabatabai)

Wie schlagen Sie sich während der Corona-Krise? Blickpunkt:Film hört sich um und befragt Mitglieder der Kino- und Filmbranche, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert werden. Hier berichtet Monika Plura, Kamerafrau.

Wie behaupten Sie sich in der Corona-Krise?

Ich kann Gottseidank gerade von Zuhause aus arbeiten. Ich habe das große Glück, dass ich genau jetzt in der Krise zwei Aufträge zum Drehbuchschreiben habe. Gemeinsam mit meiner Zwillingsschwester Martina arbeite ich an zwei spannenden Filmstoffen.

Mit welchen Schwierigkeiten haben Sie zu kämpfen?

Mit der Ungewissheit. Ich wüsste so gerne, wann ich wieder am Set hinter der Kamera stehen kann. Der Dreh für eine TV-Serie, der eigentlich im November / Dezember 2020 angesetzt war, wurde schon auf nächstes Jahr verschoben. Sehr schade finde ich auch, dass der Kinofilm Zu weit weg", bei dem ich für die Bildgestaltung verantwortlich war, nur drei Tage in den Kinos lief. Am 12.3. hatte er Kinostart und am 15.3 haben alle Kinos in Deutschland dicht gemacht.

Wann, hoffen Sie, wird das Geschäft normal weitergehen können?

Hoffentlich so schnell wie möglich. Aber daran glaube ich leider nicht. Ich schätze erst im Herbst oder gegen Ende des Jahres wird wieder normal gedreht. Aber dann wollen wahrscheinlich alle gleichzeitig drehen und das Equipment und die Teammitglieder werden rar...