Kino

"Kinos baldmöglichst wieder öffnen"

Die designierte Direktorin der Landesmedienanstalt Saarland, Ruth Meyer, hat sich dafür ausgesprochen, Kinos unter Einhaltung strikter Hygienevorschriften und im Zuge schrittweiser Lockerungen baldmöglichst wieder zu öffnen. Auch spricht sie sich für weitere Hilfsmaßnahmen aus.

28.04.2020 15:24 • von Marc Mensch
Ruth Meyer (Bild: CDU-Fraktion im Landtag des Saarlands)

Die CDU-Landtagsabgeordnete Ruth Meyer, designierte Direktorin der saarländischen Landesmedienanstalt, setzt sich dafür ein, den Kinos eine möglichst baldige Wiederaufnahme des Spielbetriebs zu ermöglichen - selbstverständlich unter Einhaltung strikter Hygienevorschriften und im Zuge schrittweiser Lockerungen.

"Die Filmtheaterbetriebe und Programmkinos im Saarland sind durch 100prozentige Einnahmeverluste im Zuge der Corona-Pandemie in einer äußerst kritischen Situation. Dies ist erkannt und ich plädiere dafür, mit einem Vier-Stufen-Plan gegenzusteuern", wird Meyer in den Saarnews zitiert. Weiterhin wolle sie sich demnach dafür einsetzen, das Instrument der "Abspielförderung" mit einem Budget zu hinterlegen, welches nach einem Kriterienkatalog existenzielle Situationen abfedere. Anzumerken ist allerdings, dass Meyer nicht - wie in dem Artikel fälschlicherweise behauptet - Geschäftsführerin der Saarland Medien ist.

Angesichts der Tatsache, dass die Landesmedienanstalt bereits Unbedenklichkeitsbescheinigungen für fünf Autokino-Standorte erteilt habe, verlieh sie zwar grundsätzlich ihrer Freude über deren Renaissance Ausdruck, schränkte aber ein, dass diese Angebote "nicht in Konkurrenz zu den eingesessenen Lichtspielhäusern treten" dürften. Den Saarnews zufolge habe Meyer sogar angeregt, dass das Abspielen von Filmen in Autokinos in enger Kooperation mit den lokalen Kinos erfolge und diese am Gewinn beteiligt würden. Wobei man durchaus anmerken kann, dass der Großteil der aktuell neu entstehenden Autokinos ohnehin auf lokale Betreiber entfällt.

Den Weg zu ihrer neuen Aufgabe als Direktorin der Landesmedienanstalt hatte Meyer jüngst das Verwaltungsgericht geebnet, vor dem der stellvertretende Direktor Jörg Ukrow mit einer Klage gegen ihre Berufung Anfang April gescheitert war.