Kino

Corona und die Branche: Florian Aigner, Regisseur

Wie schlagen Sie sich während der Corona-Krise? Blickpunkt:Film hört sich um und befragt Mitglieder der Kino- und Filmbranche, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert werden. Hier berichtet Regisseur und Drehbuchautor Florian Aigner, dessen Drama "Im Niemandsland" als Stream und ab Ende Mai auf DVD zu sehen ist.

27.04.2020 07:43 • von Heike Angermaier
Florian Aigner (Bild: Alexander Thiel)

Wie schlagen Sie sich während der Corona-Krise? Blickpunkt:Film hört sich um und befragt Mitglieder der Kino- und Filmbranche, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert werden. Hier berichtet Regisseur, Drehbuchautor, Editor und Dozent Florian Aigner, dessen Drama "Im Niemandsland" als Stream und ab Ende Mai auf DVD zu sehen ist.

Wie behaupten Sie sich in der Corona-Krise?

Leider sind aufgrund von Corona alle diesjährigen Filmvorführungen und Festivalteilnahmen meines Spielfilms "Im Niemandsland" abgesagt worden. Das ist natürlich sehr schade, weil sich Kino- und Festivalerlebnisse nicht nachholen lassen. Dafür ist "Im Niemandsland" nun vorzeitig als Stream verfügbar, hoffentlich findet mein Film auf diesem Weg seine Zuschauer. Die berufliche Isolation nutze ich zum Schreiben und entwickle neue Spielfilmtreatments.

Mit welchen Schwierigkeiten haben Sie zu kämpfen?

Finanziell ist es schwierig, weil meine Lehraufträge aufgrund von Corona gecancelt wurden. Mit dem Berliner Corona-Zuschuss und einem kleinen Drehbuchstipendium komme ich über den Sommer und hoffe darauf, im Herbst wieder unterrichten zu können.

Wann, hoffen Sie, wird das Geschäft normal weitergehen können?

Ich glaube, bis zur vollständigen Normalität wird es noch lange dauern, und ich fürchte, die Folgen des Lockdowns werden uns Filmemacher noch einige Jahre belasten. Trotzdem halte ich den Lockdown für richtig, um gefährdete Menschen vor Ansteckung zu schützen.