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Coronakrise: ARD mit weiteren Hilfsmaßnahmen

Der Senderverbund reagiert auf den Kurzarbeits-Tarifvertrag und weitet die bereits Mitte März beschlossene Unterstützung der Produktionsbranche aus. Auch Drehbuchautoren profitieren.

14.04.2020 16:52 • von Frank Heine
Die ARD-Intendantenriege samt Programmdirektor und Generalsekretärin (Bild: WDR/Ben Knabe)

Die ARD erweitert ihre am 17. März zugesagten Unterstützungsangebote für die deutsche Kreativ- und Produzentenlandschaft während der Coronakrise. Damals beschlossen die Intendantinnen und Intendanten der Landesrundfunkanstalten und die Degeto, bei unterbrochenen oder verschobenen Produktionen Corona-bedingte Mehrkosten anteilig zu übernehmen. Dies gilt befristet für alle Auftragsproduktionen mit geplantem Drehbeginn bis einschließlich 30.04.2020. Die am 17. März getroffene Zusage gilt nun auch für die Mehrkosten, die den Produzentinnen und Produzenten durch die tariflich festgelegte Aufstockung der Gagen entstehen. Damit reagiert die ARD auf den Kurzarbeits-Tarifvertrag, der zwischen Produzentenallianz, ver.di und dem Bundesverband Schauspiel (BFFS) geschlossen wurde.

Darüber hinaus soll die Produktionsbranche mit konkreten Liquiditätshilfen unterstützt werden. Durch einen Antrag können Abschlagszahlungen auf anstehende Vertragsraten wie den Drehstart vereinbart werden. Diese Liquiditätshilfe kommt neben den Produzenten auch den Drehbuchautorinnen und -autoren zugute, die damit ihr vollständiges Honorar erhalten, auch wenn es zu Drehverschiebungen kommt. Die ARD betont außerdem, dass Stoffentwicklung und Drehbuchgespräche intensiv fortgeführt und die entsprechenden Verträge auf den Weg gebracht würden.

"Die ARD begrüßt, dass durch diesen zusätzlichen Tarifvertrag nun eine erleichterte Möglichkeit für Produzentinnen und Produzenten zur Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld geschaffen wurde. Zugleich werden dadurch auf Produktionsdauer Beschäftigte vor wirtschaftlichen Härten bewahrt und Beschäftigungssicherheit gewährleistet. Das sind positive Nachrichten für die deutsche Filmwirtschaft und ein gutes Signal an die Film- und Fernsehschaffenden", so der ARD-Vorsitzender Tom Buhrow.

Filmintendantin Karola Wille ergänzt: "Wir stehen im ständigen und vertrauensvollen Austausch mit den Verbänden. Darüber hinaus sind in allen Landesrundfunkanstalten der ARD und bei der ARD Degeto die Kolleginnen und Kollegen im Kontakt mit den betroffenen Produzierenden, um in Anbetracht der aktuellen Lage gemeinsam geeignete Lösungen zu finden. Dabei gehen wir bei all diesen Maßnahmen mit den uns anvertrauten Geldern der Bürgerinnen und Bürger sorgsam um und kümmern uns darum, dass gerade jetzt und auch weiterhin zuverlässig gutes Programm entsteht."