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AGF: Junge Zielgruppe kehrt zum TV zurück

In Zeiten der Corona-Pandemie hat die AGF Videoforschung insgesamt, aber vor allem auch beim jungen Publikum einen Anstieg der TV-Nutzung festgestellt.

08.04.2020 13:30 • von Jochen Müller
Kerstin Niederauer-Kopf, Vorsitzende der Geschäftsführung der AGF Videoforschung (Bild: AGF)

Im von der Berichterstattung über die Corona-Pandemie geprägten Monat März ist die TV-Nettoreichweite, also der Anteil der Menschen, die mindestens einmal Kontakt mit dem Medium Fernsehen hatten, im Vergleich zum Vormonat von 72 auf 75 Prozent gestiegen; im Vergleich zum März 2019 liegt das Plus sogar bei 4,1 Prozentpunkten. Das teilt die AGF Videoforschung heute mit.

Noch höher ist demnach der Anstieg in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Hier ging die Nettoreichweite im Vergleich zum Februar um 3,5 Prozentpunkte auf 64 Prozent nach oben.

"Junge Zielgruppen, die in den vergangenen Jahren den Negativtrend in der TV-Nutzung vorangetrieben haben, kehren aktuell zurück. Dies zeigt sich deutlich in den Nutzungsdaten der AGF. Das ist eine einmalige Möglichkeit für Programmmacher und Werbungtreibende, Menschen anzusprechen, die durch ihre fragmentierte Mediennutzung in Masse nur noch schwer zu erreichen sind", kommentiert die Vorsitzende der Geschäftsführung der AGF Videoforschung, Kerstin Niederauer-Kopf, die heute bekannt gegebenen Zahlen.

Wenig verwunderlich, sind Nachrichten der größte Faktor bei der wachsenden TV-Nutzung. Kerstin Niederauer-Kopf: "Sie vermitteln relevante Informationen, werden zur Tagesklammer und zur Richtschnur für das weitere Handeln der Menschen. Fernsehen wird das Fenster zur Welt."

Die AGF Videoforschung hat im März aber auch einen Anstieg der täglichen Sehdauer festgestellt. Diese lag insgesamt mit 244 Minuten 15 Minuten über der im Februar 2020. Bei den 14- bis 49-Jährigen betrug die tägliche Sehdauer 157 Minuten, ein Plus von zehn Minuten im Vergleich zum Vormonat.