Festival

Oberhausen-Wettbewerbe finden online statt

Mitte März ist die für 13. bis 18. Mai geplante 66. Ausgabe der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt worden. Seitdem arbeiten die Veranstalter an einer Online-Ausgabe des Festivals.

07.04.2020 11:36 • von Jochen Müller
Lars Henrik Gass, Leiter der Internationalen Kurzfilmtage Oberhause (Bild: Internationale Kurzfilmtage Oberhausen)

Die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen werden ihre fünf Wettbewerbe, den Deutschen Wettbewerb, den Internationalen Wettbewerb, den NRW-Wettbewerb, den Kinder-und Jugendfilmwettbewerb sowie den MuVi-Preis für das beste Musikvideo online stattfinden lassen. Das gaben die Veranstalter heute bekannt. Am 17. März war die von 13. bis 18. Mai terminierte 66. Ausgabe des Festivals infolge der Corona-Pandemie abgesagt worden; damals hatte man angekündigt gehabt, eine Online-Ausgabe des Festivals mit Schwerpunkt auf den fünf Wettbewerben prüfen zu wollen (wir berichteten). Die Filme der fünf Wettbewerbe werden nun von 13. bis 18. Mai für Publikum und Fachbesucher online zugänglich sein.

Bis es soweit war, seien viele Fragen zu klären gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen. Nun habe die überwiegende Mehrheit der Filmemacher*innen ihr Einverständnis für eine Online-Präsentation gegeben und die Mehrheit der Preisstifter sowie die Jurys der einzelnen Wettbewerbe hätten ihre Teilnahme zugesagt. So könnten nach derzeitigem Stand knapp 33.000 Euro an Preisgeldern, darunter der mit 8.000 Euro dotierte Große Preis der Stadt Oberhausen im Internationalen Wettbewerb als Hauptpreis der Kurzfilmtage, verliehen werden.

"An dieser Stelle möchten wir ausdrücklich allen Preisstiftern und Jurys danken, die uns auch in dieser außergewöhnlichen Situation treu bleiben: der Stadt Oberhausen, dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, der Online-Plattform für Kunst e-flux, 3sat, der WDR Westart-Redaktion, den Wirtschaftsbetrieben Oberhausen, der Energieversorgung Oberhausen, dem Zonta Club Oberhausen Rheinland, dem Rotary Club Oberhausen, dem MuVi-Preisstifter SAE, der Fipresci und der European Children's Film Association ECFA. Alle betreten hier gemeinsam mit uns Neuland. Wir sind momentan noch im Gespräch mit weiteren Preisstiftern und sind zuversichtlich, dass die Summe der am 18. Mai verliehenen Preisgelder noch höher werden wird", erklärt Festivalleiter Lars Henrik Gass.

Insgesamt hoffen die Veranstalter, im Rahmen der Online-Ausgabe des Festivals rund 350 Filme präsentieren zu können; 56 der ursprünglich 57 ausgewählten Arbeiten werden im Internationalen Wettbewerb zu sehen sein, 20 der ursprünglich geplanten 21 Filme im Deutschen Wettbewerb und mehr als die Hälfte der zehn geplanten Filme im NRW-Wettbewerb.

Weitere Informationen unter www.kurzfilmtage.de.