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E-Commerce bei Bild- und Tonträgern rückläufig

Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland hat aktuell Zahlen für das erste Quartal 2020 vorgelegt.

06.04.2020 11:35 • von Jochen Müller
- (Bild: Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh))

Der Umsatz im Onlinehandel mit Bild- und Tonträgern sowie Video- & Musikdownloads ist in Deutschland im März 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 18,4 Prozent auf 146 Mio. Euro zurückgegangen. Das geht aus heute vom Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) veröffentlichten Zahlen hervor. Aufgrund eines Zuwachses um 10,6 Prozent auf 528 Mio. Euro in den Monaten Januar und Februar steht in diesem E-Commerce-Segment für das erste Quartal (Umsatz: 674 Mio. Euro) im Jahresvergleich noch ein Plus von 2,7 Prozent zu Buche.

Insgesamt lag das Minus bei den E-Commerce-Umsätzen in Deutschland über alle Kategorien hinweg im März im Jahresvergleich bei 18,1 Prozent; der Gesamtumsatz lag bei 3,626 Mrd. Euro. Die größten Zuwächse im von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie geprägten Monat März im Onlinehandel erzielten die Kategorien "Medikamente" (88 Mio. Euro; plus 88,2 Prozent), "Lebensmittel" (120 Mio. Euro; plus 55,8 Prozent) und "Drogerie" (146 Mio. Euro; plus 29,2 Prozent). Die größten Einbußen gab es im März in den Kategorien "Bekleidung" (552 Mio. Euro; minus 35,4 Prozent), "Hobby & Freizeitartikel" (122 Mio. Euro; minus 32,5 Prozent) und "Bürobedarf" (32 Mio. Euro; minus 32,1 Prozent).

Im gesamten ersten Quartal lag der E-Commerce-Umsatz in Deutschland mit 16,482 Mrd. Euro zwar um 1,5 Prozent über dem des Vorjahresquartals, aber deutlich unter dem Vorjahreswachstum von 11,2 Prozent. Auch hier wurde in den Kategorien "Medikamente" (227 Mio. Euro; plus 32,7 Prozent), "Lebensmittel" (361 Mio. Euro; plus 28,1 Prozent) und "Drogerie" (484 Mio. Euro; plus 17,2 Prozent) die größten Zuwächse erzielt. Die größten Einbußen gab es im ersten Quartal 2020 im Onlinehandel in den Kategorien "Sonstiges" (215 Mio. Euro; minus 8,8 Prozent), "Bekleidung" (3,046 Mrd. Euro; minus 2,7 Prozent) und "Schuhe" (1,022 Mrd. Euro; minus 2,7 Prozent).

Während der Onlinehandel mit Waren im ersten Quartal mit 16,482 Mrd. Euro insgesamt noch um 1,5 Prozent über dem Vorjahreswert lag, brachen die Umsätze aus digitalen Dienstleistungen wie Onlinebuchungen für Reisen, Veranstaltungen oder Flug- bzw. Bus- und Bahn-Tickets um 13,4 Prozent auf 3,886 Mrd. Euro ein. Allein im März lag das Minus bei den digitalen Dienstleistungen bei 76,6 Prozent.

"E-Commerce ist heute ein normaler Einkaufskanal. Deshalb wirkt sich solch eine Krise in der Konsumstimmung voll auf unsere Branche aus. Die Behauptung, der E-Commerce würde pauschal als 'Gewinner' aus der Corona-Pandemie hervorgehen, ist schlicht falsch", kommentiert Gero Furchheim, Präsident des bevh und Sprecher des Vorstands der Cairo AG, die heute bekannt gegebenen Zahlen.