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Maria Schrader zu ihrem Netflix-Hit "Unorthodox": "Eine große Freiheit"

"Unorthodox" ist weltweit ein Hit auf Netflix - in Deutschland war die Miniserie seit Start vor einer Woche zeitweise der drittmeistgestreamte Titel. Wir haben uns mit Regisseurin Maria Schrader über den Erfolg und die Arbeit an dem ungewöhnlichen Vierteiler unterhalten.

02.04.2020 10:46 • von Thomas Schultze
Maria Schrader sorgt mit ihrer Miniserie weltweit für Aufsehen (Bild: Netflix)

Weltweit ist Unorthodox" ein Hit auf Netflix - in Deutschland war die Miniserie seit Start vor einer Woche zeitweise der drittmeistgestreamte Titel. Wir haben uns mit Regisseurin Maria Schrader über den Erfolg und die Arbeit an dem ungewöhnlichen Vierteiler unterhalten.

War ein solcher Erfolg für eine so ungewöhnliche Arbeit vorhersehbar?

MARIA SCHRADER: Es ist überwältigend, und ich staune. Es ist ja offiziell eine deutsche Serie, mit verhältnismäßig schmalem Budget entstanden. Wir haben zur Hälfte in Jiddisch gedreht, einer Sprache, die höchstens noch von einer knappen Million Menschen und vorwiegend religiösen Communities gesprochen wird. Es fühlte sich lange Zeit wie ein Liebhaberprojekt an, ein künstlerischer, eigenwilliger Außenseiter, den Netflix sich neben großen Schlachtschiffen leistet. Wir bekamen allerdings durchgehend euphorische Feedbacks, und als dann am Times Square auf einem riesigen Billboard Werbung geschaltet wurde, ging ein erstes Raunen durch unser Team. Aber wer kann damit rechnen, dass die New York Times eine solche Hymne schreibt, dass in den USA, in Israel, in Frankreich und England so große und begeisterte Kritiken erscheinen? Von dem Sturm auf Instagram, Twitter und Facebook kriege ich nur Krümel weitergeleitet, da ich persönlich soziale Netzwerke nicht nutze. Aber Shira Haas bekam am Launch-Tag bereits 2000 Nachrichten.

Sie erzählen eine Geschichte, die Diversität feiert. Jetzt startet Ihr Vierteiler in einer ungewissen Zeit.

MARIA SCHRADER: Ja, ungewiss und beunruhigend für jedes Arbeitsumfeld, für jeden einzelnen Menschen. Und natürlich war es seltsam, ein Jahr lang intensiv an "Unorthodox" gearbeitet zu haben und es am Schluss nicht mit einer Premiere verabschieden zu können, gemeinsam mit dem Team. Wir waren in den Wettbewerb des großen Serienfestivals Series Mania in Frankreich eingeladen und erhofften uns dadurch eine etwas internationalere Aufmerksamkeit. Aber natürlich wurde das Festival abgesagt. Dass wir die Aufmerksamkeit jetzt dennoch in so großem Maße bekommen, hat vielleicht auch damit zu tun, dass "Unorthodox" eine Geschichte erzählt, mit der man sich identifizieren kann, die Einblicke in verschiedene Lebensformen gewährt, Fragen aufwirft, was Gemeinschaft, Gesellschaft bedeutet versus persönlicher Freiheit. Fragen, die jetzt in der Corona-Krise hochaktuell sind. Daneben ist es aber auch klar, dass die Streamingdienste und das Fernsehen die großen Profiteure dieser Krise sind - anders als das Kino.

"Unorthodox" ist eine Miniserie, die einen aufwühlt, die sich aber aufgrund ihrer entschiedenen Machart einem ganz großen Publikum nicht sofort aufdrängt. Ohne Netflix wäre das wohl nicht möglich gewesen.

MARIA SCHRADER: Es ist eine große Freiheit, die Netflix bietet. Ich habe das sehr genossen. Insbesondere nach der Erfahrung mit meinem letzten Film. Vor der Morgenröte" lief im Kino gut, wurde aber dann in der ARD aufgrund seiner Sprachenvielfalt in die Spätschiene verdammt, obwohl es einen großen Diskurs um den Film gegeben hatte. Dem Primetime-Publikum des öffentlich-rechtlichen Fernsehens sind Untertitel anscheinend nicht zuzumuten.

Aber immerhin bedeuteten die Erfahrungen mit "Vor der Morgenröte", dass Sie sich von "Unorthodox" nicht abschrecken ließen.

MARIA SCHRADER: Im Gegenteil. Trotz der unterschiedlichen Budgets, Sujets und Werbekampagnen stehen alle Projekte bei Netflix sozusagen nebeneinander im Regal, gleichermaßen verfügbar, vollkommen anders als im Kino.

Wie kam es für Sie zu dieser Arbeit?

MARIA SCHRADER: Anna Winger drückte mir das Buch in die Hand. Wir hatten schon länger den Plan, in dieser Konstellation zusammenzuarbeiten, nachdem wir uns bei den Dreharbeiten von "Deutschland '83/'86" kennen und schätzen gelernt hatten. Es war sehr schnell klar, dass dies das richtige Projekt war. Wir haben dann gemeinsam Deborah Feldman getroffen, etwas später hat mir Anna auch Alexa Karolinski vorgestellt. Es ist ein ungewöhnlicher Stoff, aber das schreckt mich nicht ab, das zieht mich an.

War Ihnen die Welt, die in "Unorthodox" ausgebreitet wird, bereits vertraut, die ultraorthodoxe jüdische Glaubensgemeinschaft der Satmarer im New Yorker Stadtteil Williamsburg?

MARIA SCHRADER: Ich war während meiner ersten Amerikareise im Jahr 1989 mit Dani Levy bereits in Williamsburg und Borough Park. Das war eine erste Recherchereise für das Projekt Meschugge", das wir 1998 abschließen konnten. Diese Geschichte spielte ebenfalls in einem religiösen Umfeld in New York, wenn auch nicht in einem so extremen. Für "Unorthodox" sind wir zwei Mal im Vorfeld nach New York gereist. Diese Aufenthalte waren sehr viel besser geplant, wir haben viel mehr Einblick und Zugang erhalten, Eindrücke gesammelt, Gespräche geführt und uns mit möglichst vielen Details vertraut gemacht. Im Zuge der Vorbereitung gab es dann natürlich auch umfassende Recherchen, die weit über persönliche Eindrücke hinaus gingen. Wir alle haben durch diese Arbeit viel gelernt.

Wie waren die Begegnungen mit den Chassiden, denen - Sie zeigen das ja auch in "Unorthodox" - nicht allzu sehr an Öffentlichkeit gelegen ist?

MARIA SCHRADER: Das ist eine Untertreibung. Öffentlichkeit und im Speziellen das Medium Film stößt nicht nur auf Skepsis, sondern auf große Ablehnung. So gesehen muss man sich fragen, wie man sich nähert. Wir hatten von Anfang an Eli Rosen an unserer Seite, der in dieser Gemeinde aufgewachsen ist und sie als erwachsener Mann verlassen hat. Heute ist er Schauspieler und spielt in "Unorthodox" den Rabbi. Er hat die Dialoge ins Jiddische übersetzt und mit den Schauspielern den Dialekt geprobt. Darüber hinaus war er auch Berater in jeder Detailfrage des streng orthodoxen Lebens und bei den Dreharbeiten an meiner Seite. In Brooklyn hat er uns mit Familien bekannt gemacht, deren Wohnungen wir besuchen konnten, er hat uns in Geschäfte für Bekleidung, Judaica, in koschere Supermärkte geführt.

Sie sind dort bestimmt aufgefallen.

MARIA SCHRADER: Wir waren eine Gruppe von Leuten, die dort ganz offensichtlich nicht hingehörte. Es ist ein sensibler Vorgang, wenn man spürt, dass man in eine Welt eindringt, die am allerwenigsten möchte, dass man über sie berichtet oder gar fiktional arbeitet.

Ihr Blick auf diese Welt ist empathisch und liebevoll. Aber er ist auch sehr kritisch.

MARIA SCHRADER: In dieser Dialektik finde ich das gut beschrieben. Natürlich gibt es in dieser Gemeinde wie in jeder Gesellschaft glückliche und unglückliche Lebenswege. Unsere Hauptfigur Esther gerät ebenso wie damals Deborah Feldman, auf deren autobiographischen Roman unsere Serie beruht, an einen Punkt, an dem sie das Leben in dieser Gemeinde nicht mehr aushält. Das hat mit Problemen in ihrer Ehe zu tun, mit einem öffentlichen Druck, dem sie nicht mehr standhält. Wäre ihre Ehe glücklicher verlaufen, wäre es vermutlich auch nicht zu einer Flucht gekommen. Auf der einen Seite bietet das Leben in dieser Community einiges, was man vielleicht in unserer Gesellschaft manchmal vermisst: identitäts- und sinnstiftende Zugehörigkeit, schützende Gemeinschaft. Es gibt keine Arbeitslosigkeit, keine Altersarmut, keine Vereinsamung. Auf der anderen Seite zeigt sie ihre Zähne in dem Moment, wo jemand ausschert oder die Erwartung nicht erfüllt. Unsere Erzählung zeigt beide Seiten. Es ging uns immer darum, eine spezifische Geschichte von Individuen zu erzählen. Im Zentrum steht eine junge Frau, die unbedingt dazugehören möchte. Esther freute sich auf ihre Hochzeit und hofft, in ihrer Ehe mit Yanki Glück zu finden. Es ist neben der Emanzipation und Selbstfindung auch eine Liebesgeschichte, für die man hofft. Es war wichtig, dass auch die Figuren, die Esthers Leidensdruck verursachen, in ihren Motivationen verständlich, wenn auch nicht zu befürworten sind.

Auch die Männer in "Unorthodox" sind keine Täter.

MARIA SCHRADER: Yanki ist nicht einfach Antagonist, er macht seinerseits eine riesige Entwicklung durch, wenn nicht sogar eine größere als Esther. Sie sind beide eigentlich noch Kinder, denen nicht die Zeit gelassen wird, die sie vielleicht bräuchten. Beide geraten in ein Gefängnis von Forderungen, aber nur Esther beginnt zu glauben, dass mit ihr etwas nicht stimmt und sie die Schuld trägt. Es ist eine schreckliche Situation, dass eine junge und unerfahrene Frau In in diesem persönlichsten und intimsten Konflikt mit der eigenen Sexualität unter öffentlichen Druck gerät. Ihre. Flucht ist keine kaltblütige Entscheidung. Sie lässt Menschen zurück, die sie liebt, und flieht in eine Welt, die ihr völlig fremd ist, von der sie abgeschottet wurde, damit sie eine Flucht erst gar nicht wagt oder aber scheitert. Das mag bösartig klingen, ist es aber nicht, wenn man bedenkt, dass die Gemeinde die Außenwelt fürchtet und ihre Mitglieder beschützen will, auch vor sich selbst. Es ist für jede Geschichte wichtig, komplexe und dialektische Figuren zu zeigen, die nicht einfach in Gut und Böse geteilt werden können, erst dann werden sie in meinen Augen lebendig und interessant.

Und nur so kann es eine Geschichte werden, die etwas Universelles über das Leben erzählt.

MARIA SCHRADER: Ja, das glaub ich auch. Je spezifischer man erzählt, desto universaler wird die Möglichkeit, sich zu identifizieren. Ich habe in meinen bisherigen Regiearbeiten jedes Mal unbekanntes Terrain betreten. Geographisch, thematisch. Ich halte es besonders für die Regie für notwendig, sich möglichst offen und unvoreingenommen zu nähern. Wenn das gelingt, und das war bei "Unorthodox" auch unser Ziel, dann hat man einen Film, der Erlebnis schafft, der atmet und nicht alles schon weiß. Zuschauer sollen ihre eigenen Schlüsse ziehen und verschiedene Perspektiven erleben.

Sie haben wieder Ihr Team von "Vor der Morgenröte" hinter der Kamera versammelt. War Ihnen das wichtig?

MARIA SCHRADER: Wenn man einmal eine so schöne Erfahrung gemacht hat in der Zusammenarbeit, dann besteht Vertrauen und man beginnt nicht bei Null. Die Aufgaben und Unbekannten dieses Projekts waren schon groß genug, da ist es schön, ein Fundament zu haben mit Partnern, auf die man sich verlassen kann und die man jeden Tag wieder für ihre Arbeit und ihr Können bewundert .Für uns alle - Kameramann Wolfgang Thaler, Szenenbildnerin Silke Fischer, Editor Hansjörg Weißbrich - war es ein gemeinsames Eintauchen in eine uns bislang fremde Welt, nicht nur inhaltlich, sondern auch in der Durchführung. Keiner von uns hatte bis dato im amerikanischen Seriensystem und auch nicht mit Netflix gearbeitet. ich hatte als Regisseurin noch nicht 50 Tage am Stück gedreht. Das Tempo war enorm und die Parallelität der Vorgänge eine neue Erfahrung. Als wir grünes Licht von Netflix erhielten, stand auch schon der Abgabetermin fest. Alles ist innerhalb eines Jahres entstanden - geschrieben, gedreht, fertiggestellt, abgegeben. Wenn ich erst noch eine gemeinsame Sprache mit meinem Team hätte finden müssen, wäre die Nordsee vielleicht zum Umkippen gekommen. Ich unterscheide mich sicher nicht von anderen Regisseuren, wenn ich sage, dass es mir gerade unter solchen Bedingungen wichtig ist, mit mir vertrauten Menschen zu arbeiten, auf gemeinsame Erfahrungen aufbauen zu können.

Neu war für Sie als Filmemacherin die Arbeit mit einem Showrunner.

MARIA SCHRADER: Anna Winger ist eine Frau der Tat mit Schwung und Kraft. Ich hatte sie 2014 zur Premiere von Vergiss mein Ich" von Jan Schomburg eingeladen. Wenige Tage später rief sie mich an und erzählte mir, dass sie an einem Piloten für eine Serie arbeite und es da eine Figur gebe, die wie gemacht für mich sei. Das war die Lenora in "Deutschland83", das Drehbuch war so stark, dass ich sofort zugesagt habe. Wie sie das damals durchgezogen hat, zusammen mit ihrem Mann Jörg und der UFA, als Neuling in der Branche, das hat mich sehr beindruckt. Für "Unorthodox" habe ich mich aufgrund verschiedener Faktoren entschieden. Das war zum einen Deborahs Buch, zum anderen aber auch mein Vertrauen in diese Konstellation.

Am Ende stellt jede Produktion einen Glaubenssprung dar.

MARIA SCHRADER: Wenn man gemeinsam auf eine solche Reise geht, ist jedem Beteiligten klar, dass es Überraschungen, Engpässe und Konflikte geben wird. Im Grundsätzlichen kennen sich Anna und ich so gut, dass wir uns geschmacklich vertrauen. Wobei Geschmack ein wohl zu kleines Wort ist, vielleicht kann man es besser erzählerische Weltanschauung nennen. Am Ende steht für uns eine Wahrheitssuche. Eine Übereinstimmung darin, was einen guten Film ausmacht, wie man Figuren behandelt, welche Verantwortung man hat einer Geschichte gegenüber und wo man mit ihr hinwill. Auch im Ausschluss. Dass man beispielsweise disfunktionale Sexualität nicht spekulativ erzählen kann und ihr durch die Hintertür doch einen sexualisierten Schauwert verpasst. Und wenn es in Einzelfragen durchaus immer wieder Dissens gibt, was ja absolut notwendig ist in jeder künstlerischen Zusammenarbeit, so herrschte doch immer Einigkeit in den Grundfragen: Warum tun wir das und worum geht es?

Das ist sicherlich essenziell für Ihre Arbeit. Sie haben ja auch erstmals bei einer Regiearbeit nicht auch das Drehbuch geschrieben.

MARIA SCHRADER: Das ist richtig. Aber von Fassung zu Fassung gab es lange Gespräche, dramaturgische Diskussionen, in denen meine Ideen und Anmerkungen Niederschlag fanden. Um eine Szene inszenieren zu können, muss ich sie verstehen und selber fühlen. Es ging immer wieder um den Abgleich, um was es gerade geht, was wir gerade erzählen wollen. Als wir dann angefangen haben zu drehen, war Anna zwar oft zu Besuch, aber immer mit einer unterstützenden und begeisterten Energie. In den unzähligen täglichen Entscheidungen, der Dreharbeit an sich hatten wir freie Hand und ihr Vertrauen. Das war wichtig. Denn beim Drehen entsteht es.

Wie eng war Ihr Kontakt zu Netflix?

MARIA SCHRADER: Direkter Ansprechpartner war Anna als Showrunnerin. Aber auch im Fall von Netflix wurde eher Drehbucharbeit, Vorbereitung und Postproduktion begleitet, beim Dreh aber Abstand gehalten. Rachel Eggebeen kam zwei Mal ans Set und war ebenfalls eine sehr angenehme Besucherin. Im Fall der wichtigsten Rollen der Besetzung behält sich Netflix das Green-Light vor. Da habe ich meinen Wunsch-Cast in in einer Präsentation recht aufwändig vorgestellt, Gottseidank wurde meine Begeisterung geteilt. In einem Kickoff-Meeting erklären die einzelnen Departments ihren ästhetischen Ansatz. Man will sich ein Gesamtbild machen. Konstanter Austausch mit Netflix begann zumindest für mich zuerst wieder im Schnitt. Fassungen werden hin und her geschickt, Anmerkungen eingearbeitet. Das ist ein eingespieltes System und meiner Meinung nach eine Art institutionalisierte Form, in einen Dialog zu treten.

War es eine gute Erfahrung für Sie als Filmemacherin?

MARIA SCHRADER: Das war es. Dreharbeiten sind immer ein Ausnahmezustand. 50 Drehtage am Stück sind immens anstrengend. Gleichzeitig war es angesichts des zu bewältigenden Pensums eine sehr kurze Phase. Es war also ein fast rauschhaftes Tempo, das wir vorlegen mussten bei zum Glück katastrophenfreien Dreharbeiten. Ich bin jeden Tag sehr gerne zur Arbeit gegangen, weil ich nicht glücklicher hätte sein können über die Schauspieler und unserer Form der gemeinsamen Arbeit. Ihre Leistung kann nicht genug gelobt werden. Ssoviele von ihnen mussten in Jiddsch spielen, nur für wenige ist es tatsächlich die Muttersprach gewesen. Wir haben überall auf der Welt gecastet, in New York, in England, in Israel, in Bukarest, in Paris, in der Schweiz. Das sorgt für ein faszinierendes, lebendiges Set. Das hatte ich schon bei "Vor der Morgenröte" erlebt und sehr genossen. Hier war es wieder so. Die Begegnung mit Menschen unterschiedlicher Generationen aus so vielen verschiedenen Ländern bereichern alle Beteiligten. Die Kommunikation wird besonnener, interessierter, liebevoller. Wir hatten ein wirklich großartiges Team, in dem jede Person mit besonderer Leidenschaft das ihre dazu beigetragen hat, "Unorthodox" als Stoff gerecht zu werden. Es stand einfach ein guter Stern über dem Projekt.

Wissen Sie bereits, was Sie als Nächstes machen wollen?

MARIA SCHRADER: Es gibt ein Spielfilmprojekt, die Dreharbeiten sind für August geplant. Die Hauptdarsteller und Teile des Teams sind besetzt. Ob wir den Termin halten können werden, ist natürlich in der aktuellen Situation ungewiss. Da muss ich einfach abwarten und die Hoffnung nicht aufgeben.

Das Gespräch führte Thomas Schultze.