TV

FSM: Rückgang bei jugendgefährdenden Inhalten

Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter meldet für 2019 weniger illegale oder jugendgefährdende Online-Inhalte.

30.03.2020 08:17 • von Jörg Rumbucher
FSM-Geschäftsführer Martin Drechsler (Bild: FSM)

Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) hat ihre Jahresstatistik veröffentlicht. Die gute Nachricht: Es gab insgesamt weniger Beschwerden über illegale oder jugendgefährdende Online-Inhalte. Der FSM zufolge gingen 2019 5.985 Beschwerden ein; im Vorjahr waren es noch 6.733. Der Anteil der begründeten Meldungen (Verstoß gegen deutsche Jugendschutzgesetze) lag 2019 bei 58 Prozent (3.482 Meldungen).

Unter anderem sank die Zahl begründeter Beschwerden über pornografische Inhalte: Registriert wurden 2019 insgesamt 1.549 Beschwerden - ein Rückgang um 35 Prozent. Auf 107 Seiten wurden unterschiedliche Arten von Gewaltdarstellungen gefunden. Als jugendgefährdend wurden laut FSM 125 der eingegangenen Beschwerden eingestuft (2018: 296 Beschwerden).

Dazu gehören Fälle von Entwicklungsbeeinträchtigung (90), was bedeutete, dass die Inhalte d.h. für Kinder und Jugendliche einer bestimmten Altersstufe nicht geeignet waren. Darüber hinaus stellten die Jugendschützer fest, dass in 26 Fällen eine offensichtlich schwere Entwicklungsgefährdung vorlag. Beispiele hier sind Angebote, die Essstörungen wie Anorexie oder Bulimie glorifizieren. Solche Inhalte dürfen nur Erwachsenen zugänglich gemacht werden. Darüber hinaus wurde in acht Fällen festgestellt, dass die Inhalte bereits von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert wurden und deshalb nicht mehr verbreitet werden duften. .

Die schlechte Nachricht der FSM-Statistik: Die begründeten Beschwerden über Missbrauchsdarstellungen von Minderjährigen nahmen innerhalb eines Jahres um mehr als die Hälfte (53 Prozent) zu (2019: 1.640 Fälle; 2018: 1.069 Fälle).