Festival

DOK.fest München als Onlinefestival

Das 35. DOK.fest München (6. bis 17. Mai) wird aufgrund der behördlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus nicht in gewohnter Form stattfinden können. Da eine terminliche Verschiebung nicht möglich ist, haben sich die Veranstalter dazu entschlossen, das Festival online stattfinden zu lassen.

19.03.2020 16:40 • von Barbara Schuster
Daniel Sponsel (Bild: DOK.fest)

Das 35. DOK fest München (6. bis 17. Mai) wird aufgrund der behördlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus nicht in gewohnter Form stattfinden können. Da eine terminliche Verschiebung nicht möglich ist, haben sich die Veranstalter dazu entschlossen, das Festival online stattfinden zu lassen. Festivalleiter Daniel Sponsel gab folgende Erklärung zur Ankündigung von DOK.fest München@Home 2020 ab: "Ein Festival lebt vom interkulturellen Austausch, von persönlichen Begegnungen vor Ort. Dieser Aspekt fällt für die Edition 2020 unersetzlich weg. Aber wir wollen mit dem Onlinefestival ein Zeichen setzen, dass die Kultur ein wichtiger Aspekt unseres gesellschaftlichen Austauschs und Zusammenhalts ist und unbedingt weiter stattfinden muss, wenn aktuell auch in anderer Form. Mittlerweile ist es weit verbreitet, Filme online zu sehen, und wir können davon ausgehen, dass das auch auf unser Publikum großteils zutrifft. Für uns als Team ist die spannende Herausforderung, dass ein Onlinefestival mehr bieten muss als ein Streamingdienst. Wir sollten nicht nur Filme zur Verfügung stellen, sondern auch eine Programmstruktur und ein attraktives Rahmenprogramm, um somit ein virtuelles Festival-Feeling zu schaffen. Darum wird es gehen, das ist unsere Aufgabe. Wir haben jetzt schon zahlreiche Zusagen von den Rechteinhaber.innen der Filme, die regulär auf dem Festival laufen sollten: Sie werden auch bei DOK.fest München@Home 2020 dabei sein. Ich habe das Gefühl, die Branche rückt jetzt noch mehr zusammen. Vor allem danken wir unseren beiden wichtigen Förderern, dem Bayerischen Digitalministerium und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München, dass sie uns bei diesem neuen Weg solidarisch zur Seite stehen."

Judith Gerlach, Staatsministerin für Digitales, fügt hinzu: "Das DOK.fest München wird dieses Jahr als digitales Festival stattfinden. Die Corona-Pandemie zwingt uns, dass wir neue Wege gehen. Das persönliche Treffen, das Gemeinschaftserlebnis lässt sich so zwar nicht ersetzen. Die Digitalisierung ermöglicht es uns aber, das Festival trotzdem durchzuführen. Wir können die besonderen Umstände in diesem Jahr aber dafür nutzen, Erfahrungen zu sammeln. In den kommenden Jahren können wir mit digitalen Zusatzangeboten das DOK.fest München noch attraktiver und moderner gestalten und uns so neue Zuschauergruppen erschließen. Ich danke allen Beteiligten, dass sie bereit sind, auf diese Herausforderung zu reagieren."

Und auch Anton Biebl, Kulturreferent der Landeshauptstadt München, meldet sich zu Wort: "Ich freue mich über den pragmatischen wie kreativen Umgang des DOK.fest München mit der aktuellen Situation aufgrund des Corona-Virus. Denn Kunst und Kultur ist für die Menschen in und nach solchen Zeiten eine wichtige Kraftquelle."

Bis Anfang Mai soll das digitale Programm zusammengestellt sein. Weitere Informationen sollen in den folgenden Wochen folgen. www.dokfest-muenchen.de.