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Bayerischer Bankenfonds verlängert

Die Vertreter von vier großen bayerischen Kreditinstituten haben die Verträge zu einer erneuten Verlängerung des Bayerischen Bankenfonds unterzeichnet - die sich diesmal allerdings nur auf fünf Jahre erstreckt.

11.03.2020 11:39 • von Marc Mensch
Karl Bergbauer (HypoVereinsbank), Otto Beierl (LfA), Edgar Zoller (BayernLB) und Michael Nigg (Donner & Reuschel) mit Thomas Kraft (LfA), Dorothee Erpenstein und Staatsministerin Judith Gerlach bei der Unterzeichnung der Verträge in der LfA Förderbank Bayern. (Bild: FFF Bayern/Kurt Krieger)

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Als ergänzendes Finanzierungsinstrument wurde der Bayerische Bankenfonds (BBF) im Jahr 2000 gegründet. In diesem kooperieren die vier Geldinstitute Bayerische Landesbank, LfA Förderbank Bayern, HypoVereinsbank und Bankhaus Donner & Reuschel. Im Bereich Produktion und Verleih von Kinofilmen können durch Kumulierung mit Fördergeldern des FFF Bayern größere Finanzierungsvolumen am Standort Bayern bereitgestellt werden.

Ursprünglich auf zehn Jahre angelegt, wurde der BBF erstmals 2010 um weitere zehn Jahre verlängert. Nun wurden im Beisein von Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach und FFF-Geschäftsführerin Dorothee Erpenstein die Verträge zu einer weiteren Verlängerung unterzeichnet, die sich diesmal allerdings nur auf fünf Jahre erstreckt.

Ursprünglich mit einem Grundstock von zehn Mio. Euro ausgestattet, der über Tilgungen der vom BBF vergebenen bedingt rückzahlbaren Darlehen wieder aufgefüllt wird, konnte der BBF innerhalb von 20 Jahren 120 Projekte mit insgesamt 25,3 Mio. Euro mitfinanzieren. Auffällig ist indes, dass während der ersten zehn-Jahres-Periode Darlehen in Höhe von 17,7 Mio. Euro vergeben wurden, in der zweiten Periode dann nur noch im Umfang von 7,6 Mio. Euro oder 43 Prozent dessen.

Nichtsdestotrotz ist der BBF ein bundesweit einmaliges Instrument, entsprechend erfreut zeigte sich die Ministerin anlässlich der Verlängerung: "Wenn viele starke Akteure an einem Strang ziehen, können richtig gute Filme entstehen. Daher freue ich mich sehr, dass vier bayerische Banken auch weiterhin Filme 'made in bavaria' unterstützen. Das ist ein einzigartiger Standortvorteil für Bayern und ergänzt unsere Förderungen ideal."

Dorothee Erpenstein erklärte anlässlich der Vertragsunterzeichnung: "Der BBF ergänzt die Förderung und Risikofinanzierung um eine Kofinanzierung. Dieses Instrument ist einmalig in Deutschland. Ich danke den Banken für ihren Einsatz, mit dem sie den Filmstandort Bayern seit 20 Jahren maßgeblich unterstützen und mit dem sie auch in den kommenden Jahren große Produktionen stärken werden."

Nach einer Förderempfehlung des FFF Bayern können Filme, die einen besonderen wirtschaftlichen Erfolg erwarten lassen, mit Mitteln des Bayerischen Bankenfonds mitfinanziert werden. Die Finanzierung wird als bedingt rückzahlbares Darlehen gewährt, das marktüblich zu verzinsen ist. Das Darlehen wird von der LfA Förderbank vergeben. Die Finanzierung kann bis zu 100 Prozent der für das jeweilige Projekt empfohlenen FFF-Förderung betragen. Bei der Produktionsförderung werden in der Regel zwischen 200.000 bis 300.000 Euro vergeben. Bei der Verleihförderung sind es zwischen 50.000 und 150.000 Euro. Zusätzlich besteht die Möglichkeit für Nachwuchsproduktionen, hundertprozentige Bürgschaften des BBF für Senderanzahlungen in Anspruch zu nehmen.

Zu den jüngsten Projekten, die mit Unterstützung des BBF entstanden, zählen etwa "Schachnovelle" und "Die Schule der magischen Tiere".