Kino

Passau ist "Drehort des Jahres 2019" in Bayern

Die Drei-Flüsse-Stadt setzte sich im 2015 von der Initiative Filmkulisse Bayern initiierten Wettbewerb um den "Drehort des Jahres" aktuell gegen die Alpenwelt Karwendel und Bad Tölz durch.

22.01.2020 15:18 • von Jochen Müller
Nach der Preisverleihung in der Astor Filmlounge im Arri (v.l.n.r.): Barbara Radomski (Geschäftsführerin Bayern Tourismus Marketing GmbH), Laudatorin und Produzentin Carmen Stozek, Kirsten Hager (Produzentin der "Passau Krimi"-Reihe), Staatsminister Hubert Aiwanger, FFF-Geschäftsführerin Dorothee Erpenstein, Passaus Tourismuschefin Pia Olligschläger, die Medienreferentin der Uni Passau, Katrina Jordan, und Staatsministerin Judith Gerlach. (Bild: FFF Bayern / Olga Havenetidis)

Die Drei-Flüsse-Stadt Passau ist heute in der Astor Filmlounge im Arri als "Drehort des Jahres 2019" ausgezeichnet worden. Diese Auszeichnung wird seit 2015 von der Initiative Filmkulisse Bayern vergeben. Entscheidend für das Urteil einer Fachjury sind hierbei Kriterien wie u.a. der Zugang zu Motiven, die Erlangung von Drehgenehmigungen, Auswahl an Locations, Dienstleister vor Ort, Anbindung, Infrastruktur, lokales Netzwerk, zentraler Ansprechpartner und Koordinationsstelle.

Die aus Motiv- und Setaufnahmeleiter Florian Erhard, Location-Scout und Motivaufnahmeleiter Andreas Wanner, Produktionsleiter Rainer Jeskulke, Location-Scout Bap Koller und Film Commissioner Anja Metzger bestehende Jury gab Passau gegen über der Konkurrenz aus der Alpenwelt Karwendel und Bad Tölz den Vorzug.

In der Jurybegründung heißt es:

"Motivisch bietet die Drei-Flüsse-Stadt-Passau ein einzigartiges Panorama und Ambiente - auch nachts! Die Stadt hat facettenreiche Motive: verwinkelte Altstadtgassen, die sich bergauf und bergab schlängeln und als verkehrsberuhigte Zone ideal für Dreharbeiten sind. Großzügige Plätze mit Blick auf die Barockfassaden der Bürgerhäuser und die vielfältige Kirchenarchitektur. Im Gegensatz zu anderen Städten öffnen die kirchlichen und akademischen Einrichtungen Tür und Tor für Dreharbeiten. Außerdem treffen Produktionsteams auf eine hohe Dichte an Hotels und Unterkünften. Die neue Autobahnanbindung ermöglicht einen schnellen Weg zum internationalen Flughafen München. Auch und vor allem überzeugen die Ansprechpartner vor Ort: Katrina Jordan, Medienreferentin der Uni Passau ist für Filmteams immer erreichbar und hilfsbereit und zwar weit über Ihren Wirkungsbereich hinaus. Das Ordnungsamt und andere öffentliche Stellen helfen schnell und unbürokratisch, wenn es um die Erteilung von Drehgenehmigungen, Vollsperren und Halteverbotsanträgen und sogar von Aufstiegsgenehmigungen für Drohnen geht. Alle handeln maximal flexibel. Auch auf dem Wasser gibt es selbstverständlich logistische Unterstützung für Filmteams. Und nicht zuletzt fällt auch die Begeisterung der Bevölkerung in Passau auf - zum Beispiel, wenn Statisten gesucht werden. In Passau sind Filmteams wirklich willkommen."

Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach erklärte im Rahmen der Preisverleihung: "Der Freistaat ist ein Top-Standort für alles, was mit Filmen und Serien zu tun hat: wunderbare Schauspieler, kreative Produzenten und Studios, aber auch einzigartige Landschaften und malerische Städte. Egal, ob historisch, naturbelassen oder modern - Filme und Serien haben bei uns eine Heimat gefunden. Die Kulisse ist das eine. Passau zeigt aber auch, dass eine Menge Arbeit dahinter steckt, dass Produktionsteams aus aller Welt gerne nach Bayern kommen. Von der Drehgenehmigung bis hin zum Bedarf an Statisten: Die Drei-Flüsse-Stadt kümmert sich um alles, was einen besonderen Drehort auszeichnet."

FFF-Bayern-Geschäftsführerin Dorothee Erpenstein betont: "Niederbayern ist seit Jahren ein wichtiger Filmstandort für das Medienland Bayern und entwickelt sich ständig weiter. Wir haben die Region über die Zusammenarbeit mit unserer Film Commission dabei gestärkt. Zur Weiterentwicklung gehört, dass auch einzelne Orte sich eigenständig um Dreharbeiten bemühen und Produktionsteams unterstützen. Passau spielt hier ganz vorne mit; die Auszeichnung als Drehort des Jahres ist verdient und macht Passau zum Vorbild für Städte und Gemeinden in ganz Bayern!"