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Bundesnetzagentur bittet Sky zur Kasse

Der Pay-TV-Sender muss wegen unerlaubter Telefonwerbung eine Geldstrafe in sechsstelliger Höhe bezahlen.

23.12.2019 14:29 • von Jochen Müller
Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur (Bild: Bundesnetzagentur)

Die Bundesnetzagentur hat gegen Sky Deutschland wegen unerlaubter Telefonwerbung eine Geldstrafe in Höhe von 250.000 Euro verhängt. Wie die Behörde heute mitteilt, seien dort rund 1.000 Anzeigen zu unerlaubten Werbeanrufen eines von Sky beauftragten Callcenters eingegangen, in denen entweder Neukunden geworben oder Altkunden zurückgewonnen werden sollten. Die betroffenen Verbraucher hätten jedoch gar keine Einwilligung in derartige Werbeanrufe gegeben oder diese bereits widerrufen.

Bei der Neukundenakquise soll die Einwilligung in Werbeanrufe nach Angaben der Beschuldigten über Internetgewinnspiele der Adresshändler First Online Trading GmbH und Flow Factory Solutions GmbH eingeholt worden sein. Ermittlungen der Bundesnetzagentur hätten jedoch ergeben, dass die betroffenen Verbraucher diese Internetseiten weder besucht noch im Rahmen eines Gewinnspiels ihre Einwilligung gegeben hätten.

"Sky hat das Verbot unerlaubter Telefonwerbung wiederholt missachtet und Verbraucher teilweise in erheblicher Weise belästigt. Gegen solche Wiederholungstäter verhängen wir hohe Bußgelder", erklärt der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann. Bereits in der Vergangenheit war die Bundesnetzagentur nach eigenen Angaben mehrfach gegen Sky Deutschland vorgegangen und hatte Bußgelder verhängt.