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Conze skeptisch bei potenzieller Fusion mit Mediaset

Der Vorstandschef von ProSiebenSat.1, Max Conze, zeigt sich skeptisch, was eine Verschmelzung mit dem italienischen TV-Unternehmen Mediaset angeht. Das hatte erst kürzlich seine Anteile an der deutschen Sendergruppe erhöht.

02.12.2019 09:31 • von Michael Müller
Der Vorstandsvorsitzende von ProSiebenSat.1: Max Conze (Bild: ProSiebenSat.1/Martin Saumweber)

"Ich bin sehr skeptisch, was eine strukturelle Verschmelzung unserer Unternehmen angeht. Das wäre zwar nicht unmöglich, aber die überschaubaren Synergien würden eine Verschmelzung nicht rechtfertigen, denn die Umsetzung wäre komplex, langwierig und teuer." Das hat der Vorstandsvorsitzende von ProSiebenSat1, Max Conze, am Montag im "Süddeutsche Zeitung"-Interview über die Zusammenarbeit mit dem italienischen TV-Unternehmen Mediaset gesagt.

Mediaset hatte im November seinen Aktienanteil an ProSiebenSat.1 von 9,6 auf 15,1 Prozent erhöht. Dazu soll sich das Tochterunternehmen Mediaset Espana zusätzliche 5,5 Prozent der deutschen Sendergruppe gesichert haben.

An diesem Montag trifft sich Conze zum ersten Mal mit Vertretern des italienischen Unternehmens, das von Silvio Berlusconis Sohn Pier Silvio geführt wird. "Wir besprechen, wie Mediaset sich das Engagement insgesamt vorstellt", sagte Conze, der nicht überrascht wäre, wenn die Italiener ihren Anteil demnächst weiter aufstocken würden.