Kino

Produzentenverband gründet Nachwuchssektion

Die neu gegründete Nachwuchssektion des Produzentenverbands tritt für eine Neuordnung der Nachwuchsförderung ein. Einen Impuls hierfür will man mit einer Nachwuchsstudie geben, die 2020 erstellt werden soll.

02.12.2019 07:33 • von Jochen Müller
Alexandra Krampe (li.) und Saralisa Volm stehen an der Spitze der neu gegründeten Nachwuchssektion im Produzentenverband (Bild: Produzentenverband)

Der Produzentenverband gibt die Gründung einer Nachwuchssektion ein, in die die Mitglieder der Young Producers' Association eingetreten sind. Letztere befindet sich damit einer Pressemitteilung zufolge in der Auflösung. Den Vorsitz der Sektion haben Saralisa Volm (Poison Film) und Alexandra Krampe (Julex Film) übernommen.

"Die Gründung der Young Producers' Association e.V. 2016 war ein wertvoller Anfang um Nachwuchsproduzent*innen eine Stimme zu geben. Wir freuen uns sehr, nun mit gleicher Leidenschaft die politischen und kreativen Interessen der nachkommenden Produzent*innengenerationen als Nachwuchssektion des Produzentenverbandes weiter zu vertreten und mit allen Mitgliedern des Verbands ein kraftvolles Netzwerk zu bilden. In diesem Sinn zählen wir auf viele neue Gesichter, um gemeinsam, im Dialog mit Branche und Politik, unsere Zukunft zu gestalten. Dazu soll eine von uns für 2020 geplante Nachwuchsstudie als Impulsgeber für notwendige Veränderungen in der Talentförderung dienen", erklärte Krampe bei der Gründung der Sektion.

Auf Basis der von Krampe angesprochenen Studie fordert die Sektion eine Neustrukturierung der Talentförderung in allen Bereichen der Filmentstehung sowohl deutschlandweit als auch in den Regionalförderungen. Damit soll den aktuellen Gegebenheiten Rechnung getragen und Nachwuchsproduzent*innen und deren Firmen gestärkt werden. Auf der Agenda der Nachwuchssektion des Produzentenverbands steht außerdem eine Neudifinition der Begriffe "Nachwuchs", "Nachwuchsförderung", "Erstlingsfilm", "Debütfilm" und "Debütfilmförderung" sowie die Schaffung fairer rechtlicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und somit einer besseren finanziellen Ausstattung des Nachwuchsbereichs. Auch will man sich für mehr Diversität vor und hinter der Kamera, in den Geschichten und Gremien sowie die Schaffung von Fördermöglichkeiten zur Weiterbildung und Monitoringprogrammen einsetzen.

Christiane Sommer, Vorstandsmitglied des Produzentenverbands, betont die Wichtigkeit des Filmnachwuchses: "Im deutschen Kino machen Nachwuchstalente aus Produktion und Regie mit Mut zu Kreativität und eigener Handschrift auf sich aufmerksam. Das ist eine der wichtigsten Grundlagen für die Zukunft des deutschen Films, daher freuen wir uns über den Beitritt der Mitglieder der Young Producers' Association in den Produzentenverband. Ganz oben auf der Agenda steht für uns eine Neuordnung der Nachwuchsförderung, die die bereits vorhandenen Mittel effektiver und vor allem zuverlässig einsetzt. Nur so kann der dringend notwendige Raum für Innovation für den jungen deutschen Film geschaffen werden."