Festival

"Space Dogs" gewinnt Wiener Filmpreis

Die Ausgabe der 57. Viennale geht am heutigen Mittwoch mit der Galavorführung von Pietro Marcellos "Martin Eden" zu Ende. Den Wiener Filmpreis als bester österreichischer Film ging an "Space Dogs" von Elsa Kremser und Levin Peter.

06.11.2019 11:37 • von Barbara Schuster
"Space Dogs" überzeugte auf der Viennale (Bild: Viennale)

Die Ausgabe der 57. Viennale geht am heutigen Mittwoch mit der Galavorführung von Pietro Marcellos "Martin Eden" zu Ende. Viennale-Direktorin Eva Sangiorgi wertet die diesjährige Runde als großen Erfolg: "Es war eine fantastische Ausgabe mit außergewöhnlicher Resonanz unseres Publikums und der internationalen Gäste. Ich habe das Gefühl, dass die Viennale eine Familie ist, die ständig wächst."

Den von der Stadt Wien gestiftete Wiener Filmpreis gewann als bester österreichischer Film "Space Dogs" von Elsa Kremser und Levin Peter. Koproduziert wurde er von der deutschen IT WORKS Medien. Das dokumentarische Märchen erzählt von Laika, der ersten Hündin im Weltraum, von ihrer brutalen Erziehung und ihrem einsamen Tod im Dienst der Sowjet-Propaganda. "Space Dogs" erhielt darüberhinaus - ex aequo mit "L'Avenir? De F.V.G.?" von Friedl vom Gröller - den von der Ersten Bank gestifteten MehrWERT-Filmpreis. Diese Auszeichnung ermöglicht einen zweimonatigen Aufenthalt in New York verbunden mit einer Präsentation der Arbeiten des Preisträgers in New York.

Der Spezialpreis der Jury ging an "Bewegungen eines nahen Bergs" von Sebastian Brameshuber. Mit dem Standard-Viennale-Publikumspreis, der einem Film zugesprochen wird, der in Österreich noch keinen Verleih hat, wurde der russische Beitrag "Dylda" von Kantemir Balagov ausgezeichnet. Die deutsch-dänische Korpoduktion "Giraffe" von Anna Sofie Hartmann überzeugte die Internationale Filmkritik und erhielt den FIPRESCI-Preis.

Bei einem Spieltag weniger als im Vorjahr zählte das Festival 92.100 Besucher*innen (Vorjahr: 93.200). Aus Sicht von Sangiorgi sei die Tatsache sehr erfreulich, dass viele Besucher*innen auch den Weg zu anspruchsvollen Gesprächen und Diskussionen in die Viennale Zentrale gefunden haben - wie dies beim Talk mit Angela Schanelec, der Diskussion zu drohenden Konflikten und nahenden Kriegen sowie dem Round Table zum Thema Filmkritik der Fall war.

Die gemeinsam mit dem Filmmuseum veranstaltete Retrospektive "O Partigiano! Pan-European Partisan Film" konnte laut Festivalangaben große - auch internationale - Aufmerksamkeit auf sich ziehen und kam, hochgerechnet auf die Gesamtlänge des Programms, auf etwa 4300 Besucher*innen.