Kino

UPDATE: Vorbereitungen für Kinofest 2020 laufen

Man kann es am Ende wohl nicht genug betonen: Dass ein Kinofest nicht schon 2019 realisiert werden kann, lag nicht etwa am Widerstand einzelner Branchenteilnehmer - sondern schlicht an einer überstrapazierten FFA-Kinoförderung. Dementsprechend gehen die Vorbereitungen hinter den Kulissen weiter.

10.07.2019 15:54 • von Marc Mensch
"Voll dabei" - an diesem Motto gibt es nichts zu rütteln (Bild: Forum Film)

Wie heißt es so schön im Volksmund? "Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!" Dies soll natürlich auch für das bundesweite Kinofest gelten - und tatsächlich ließe sich nicht behaupten, dass die Begeisterung für diese Idee in den vergangenen Wochen abgenommen hätte. Eher im Gegenteil. So sorgen im Hintergrund mehrere namhafte Player aus Reihen der Verleih- und Kinounternehmen mit einem finanziellen "Startpuffer" dafür, dass die nun auf 2020 gerichteten Planungen nahtlos voranschreiten können. Positive Signale kamen auch von Dienstleister Eclair, dessen Sponsoring-Zusage für DCP-Erstellung und -Distribution weiter steht. Und an der Unterstützung durch S&L, die weiterhin koordinierend fungieren, besteht ohnehin kein Zweifel. Gerade erst stellte die Agentur ihre Räumlichkeiten während des Filmfests München für eine Update-Runde zur Verfügung, in deren Rahmen unter anderem der aktuelle Sachstand erläutert und konkrete Aufgabenverteilungen vorgenommen wurden. Schließlich will man spätestens bei einer für die Filmmesse 2019 vorgesehenen Sitzung einen konkreten Termin für 2020 benennen können, der die eine oder andere Anforderung vielleicht noch besser zu erfüllen vermag als es der für 2019 angepeilte Sonntag Mitte September getan hätte.

(UPDATE: Tatsächlich hat man sich im Entscheiderbeirat am heutigen 15. Juli auf einen neuen Termin für 2020 geeinigt, aufgrund noch erforderlicher Absprachen soll er wie geplant zur Filmmesse in Köln kommuniziert werden.)

Gescheitert ist die diesjährige erste Auflage eines Kinofests bekanntermaßen an der Ablehnung eines Antrags auf FFA-Förderung in Höhe von 200.000 Euro durch die FFA-Kinokommission, ein damit verknüpfter Antrag auf Verleih- und Marketingförderung in Höhe von 300.000 Euro musste im Zuge dessen (erst einmal) zurückgenommen werden. Der Grund für die Ablehnung war, dies betonte HDF-Vorstand Martin Turowski beim Termin in München noch einmal ausdrücklich, ausschließlich der Antragssituation geschuldet. Die Priorisierung von Förderzusagen wird von den Förderrichtlinien vorgegeben, soweit die Antragssumme den in einer Sitzung zu vergebenden Betrag übersteigt - zumal dann, wenn dies in so deutlichem Umfang der Fall ist wie zuletzt.

Dass sich die Branche spätestens im Zuge der konstruktiven Gespräche im Anschluss an das Berliner Kick-Off-Meeting in ihrer vollen Breite hinter das Projekt gestellt hat, signalisiert nicht zuletzt der zehnköpfige Entscheiderbeirat, dem von Verleiherseite Tim van Dyk, Kalle Friz, Oliver Koppert, Christoph Ott und Paul Steinschulte sowie von Kinoseite Christian Bräuer, Vincent Bresser, Carsten Horn, Günther Mertins und Gregory Theile angehören. Mychael Berg und Martin Turowski begleiten diesen Beirat als Moderatoren. Ebenfalls prominent besetzt sind die insgesamt acht Projektgruppen, in denen die diversen Einzelaspekte eines Kinofestes (vom Content über das Sponsoring bis hin zum Rahmenprogramm) ausgearbeitet werden. Wer sich als Branchenangehöriger auf dem "Kinofest"-Eventserver von S&L anmeldet, wird regelmäßig mit Updates versorgt, Rückfragen können jederzeit unter mail@daskinofest.de gestellt werden.