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ZDF, ORF und SRF ziehen positive Bilanz ihrer Zusammenarbeit

Das Koproduktionsvolumen aus der Zusammenarbeit der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten aus Österreich, der Deutschschweiz und Deutschland - ORF, SRF und ZDF - betrug 2018 150 Millionen Euro und lag damit um fünf Millionen über dem Budget des Vorjahres. Für 2020 wurden neue gemeinsame Projekte vereinbart.

03.07.2019 13:34 • von Barbara Schuster
Profitiert von der Zusammenarbeit der Sender: "SOKO Wien" (Bild: ZDF/Petro Domenigg)
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as Koproduktionsvolumen aus der Zusammenarbeit der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten aus Österreich, der Deutschschweiz und Deutschland - ORF, SRF und ZDF - betrug 2018 150 Millionen Euro und lag damit um fünf Millionen über dem Budget des Vorjahrs. Vergangenes Jahr kamen durch die Zusammenarbeit der Sender u.a. die Fortsetzungen langjähriger Produktionen wie "SOKO Wien/Donau", "Die Chefin" oder "1, 2 oder 3" zustande.

Bei der in Düsseldorf zum 52. Mal abgehaltenen Tagung der Programmverantwortlichen hinsichtlich der länderübergreifenden Zusammenarbeit, wurden gemeinsame Programmvorhaben für 2020 vereinbart. Zu den kommenden gemeinsamen Großprojekten zählen u.a. das Familienepos "Porsche und Piëch" (Arbeitstitel) und der Thriller "Das Tal der Mörder".

"Länderübergreifende Bündnisse von großen Medienhäusern sind in Zeiten von Sparbemühungen wichtiger denn je. Die Zusammenarbeit zwischen ZDF, ORF und SRF lebt diesen Partnerschaftsgedanken seit mehr als 50 Jahren. Der gemeinsame Sprachraum eint uns und ermöglicht zugleich auf einmalige Weise die Reflexion über unsere kulturelle Identität. Deshalb werden ZDF, ORF und SRF ihre Zusammenarbeit ausbauen", unterstreicht ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler. ORF-Programmdirektorin Kathrin Zechner betont: "Das Miteinander in der Ideen-Findung, Entwicklung, vor allem aber der Produktion von gemeinsamen Leuchttürmen ist in Zeiten der Notwendigkeit von herausragenden Angeboten für unser Publikum nicht nur unumgänglich, sondern Voraussetzung für Erfolg. Den Möglichkeiten, die unsere globalen Begleiter im Markt haben - unbeschränkte finanzielle Mittel und globale Nischen-Produkte - begegnen wir programmlich gemeinsam mit kreativen, starken, auf Basis der kulturellen Vielfalt unserer Länder herausragenden Angeboten. Mit outstanding Qualitätsproduktionen zeigen wir durch unsere jahrzehntelang gepflogene und tragfähige Partnerschaft: das beste Programm zu schaffen ist nicht nur Auftrag, sondern Teil unserer gemeinsamen DNA!" Und SRF-Programmdirektorin Natalie Wappler ergänzt: "Koproduktionen mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland und Österreich sind seit über 50 Jahren nicht mehr aus unserem Angebot wegzudenken. Dank der hochprofessionellen Zusammenarbeit innerhalb der drei Länder profitiert unser Publikum von einer Vielzahl an fiktionalen und dokumentarischen Formaten sowie Shows, die ohne diese langjährigen, gemeinsamen Anstrengungen zwischen ZDF, ORF und SRF bei uns in der Form nicht möglich wären. Alleinstellungsmerkmale, die uns von unserer immer globaler agierenden Konkurrenz abheben, sind in Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung und dem damit verbundenen, völlig veränderten Nutzerverhalten unabdingbar. Koproduktionen sind ein solches Alleinstellungsmerkmal."