Festival

30. Gilde Filmpreis verliehen

Die AG Kino-Gilde hat "God Exists, Her Name is Petrunya" von Teona Strugar Mitevska zum besten Film des Berlinale-Wettbewerbs gekürt.

16.02.2019 18:38 • von Marc Mensch
Die Schwester der Regisseurin nahm den Gilde Filmpreis aus den Händen der Jury entgegen (Bild: AG Kino-Gilde)

Es war eine zweifache Auszeichnung, die die AG Kino-Gilde in diesem Jahr feiern konnte. Denn anlässlich der 30. Verleihung des Gilde Filmpreises für den besten Film im Wettbewerb der Berlinale galt es auch jenen Mann zu Ehren, der die Jury einst mit ins Leben rief und ihr seither ohne Unterbrechung angehörte: Adrian Kutter. Für seine "Liebe zum Film, sein untrügliches Gespür für gute Geschichten und seinen Einsatz für das Kino" bedankte sich der Verband ausdrücklich beim langjährigen Juryvorsitzenden, der in diesem Jahr Verstärkung durch Anna Kruse (Cineplex) und Jens Schneiderheinze (langjähriger Leiter der Cinema Filmtheater GmbH in Münster) erhielt.

Diese Jury zeichnete "God Exists, Her Name is Petrunya" von Teona Strugar Mitevska aus und begründete die Wahl wie folgt: "Der Film lässt die Zuschauer*innen Zeuge werden, wie sich eine junge, frustrierte Frau, eher intuitiv als geplant, emanzipiert und in einer archaischen, korrupten Provinz Mazedoniens gegen Kirche, Staat und Medien aufbegehrt. Die Regisseurin lässt ihre Hauptfigur auf der Suche nach einem bisschen Glück in der politischen Satire aus ihrer Lethargie erwachen und innerhalb einer Nacht zu einer starken Frau werden, die für ihre Belange kämpft."