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Christoph Gröner wird künstlerischer Leiter in München

Im Rahmen der Neuausrichtung des Filmfest München bis zu seinem 40. Jubiläum in Jahr 2022 hat Festivaldirektorin Diana Iljine den langjährigen Programmer Christoph Gröner zum künstlerischen Leiter des Festivals berufen.

21.01.2019 11:45 • von Thomas Schultze
Zu zweit für München: Christoph Gröner und Diana Iljine (Bild: FILMFEST MÜNCHEN / Bernhard Schmidt)

Im Rahmen der Neuausrichtung des Filmfest München bis zu seinem 40. Jubiläum in Jahr 2022 hat Festivaldirektorin Diana Iljine den langjährigen Programmer Christoph Gröner zum künstlerischen Leiter des Festivals berufen. In diesem neu geschaffenen Posten soll Gröner die Direktorin bei der Umsetzung der Wachstumsstrategie, die durch eine deutliche Erhöhung der Festivalbezüge möglich gemacht werden soll, maßgeblich unterstützen.

Gröner gehört seit 2008 zum Team des Filmfest München und hat sich mit der von ihm kuratierten Reihe "Neues Deutsches Kino" über die Landesgrenzen hinaus einen blendenden Ruf gemacht. Mit dem Bereich "Stars und Strategie" nimmt er bereits seit jüngerer Vergangenheit ein erweitertes Aufgabenfeld wahr. Diese soll er auch künftig wahrnehmen. Als künstlerischer Leiter wird er künftig überdies in inhaltlichen Neuentwicklungen intern und extern als erster und zentraler Ansprechpartner fungieren. Gröner berichtet direkt an Iljine und ist in Abstimmung mit der Festivalleitung in inhaltlichen Belangen vertretungsberechtigt. Schon ab der kommenden Ausgabe in diesem Sommer sollen erste Veränderungen beim Filmfest München spürbar sein.

In einem Statement sagte Diana Iljine: "Mit Christoph Gröner ernenne ich einen bewährten Mitarbeiter, der für diese Aufgabe sehr gut vorbereitet ist und das nötige Knowhow mitbringt. Nach innen übernimmt er wie bisher eine moderierende Funktion. Zugleich senden wir damit nach außen ein starkes Signal, dass wir bereit sind für zahlreiche neue Ansätze, ihre Diskussion und ihre Umsetzung. Ein wachsendes Festival braucht ein starkes Team und wird von dieser Aufgabenteilung profitieren." Und Gröner teilt mit: "Ich freue mich auf die kommenden Aufgaben. Seit dem Antritt von Diana Iljine waren neue Formen des audiovisuellen Erzählens - vom Serien Special bis zu Games - und aufsehenerregende Sonderprojekte wie die ,Warholmania' Teil des Festivals. Wir werden bisherige Specials und Einzelveranstaltungen nun noch nachhaltiger in das Festival einbauen und uns zudem für weitere neue Ansätze öffnen. Ausgangspunkt aller Überlegungen bleibt dabei das Kino als besonderer Ort. Aber im Zeitalter von Streaming, Algorithmen und Gamification wäre es fahrlässig, nicht stärker nach Querverbindungen verschiedener Kunst- und Auswertungsformen zu streben, und damit ein Fest der Begegnung, des Austauschs und der Kreativität zu gestalten."