Kino

Angeregte Diskussionen bei achter Fachtagung "FilmStoffEntwicklung"

Rund 400 Gäste waren am 3. November der Einladung des Verbands für Film- und Fernsehdramaturgie zur achten Fachtagung "FilmStoffEntwicklung" nach Berlin gefolgt.

05.11.2018 14:51 • von Jochen Müller
Eva-Maria Fahmüller, Vorstandsvorsitzende des Verbands für Film- und Fernsehdramaturgie (VeDRA), bei ihrer Eröffnungsrede (Bild: Andre Wunstorf)

Am 3. November hatte der Verband für Film- und Fernsehdramaturgie (VeDRA) zum achten Mal zur Fachtagung "FilmStoffEntwicklung" nach Berlin eingeladen. Einer Einladung, der nach Verbandsangaben rund 400 Gäste gefolgt waren, um sich über die neuesten Entwicklungen zum Thema Stoffentwicklung und Storytelling für Bewegtbild-Formate auszutauschen.

Eröffnet wurde die Tagung von der VeDRA-Vorsitzenden Eva-Maria Fahmüller, die nicht nur dafür plädierte, die Projekte nach der Vermarktung zu evaluieren und "unabhängig von eingefahrenen Machtverhältnissen" die "Perspektiven der Beteiligten entsprechend ihrer Kompetenzen ins Boot zu holen", sondern sich auch dafür stark machte, die eigene Arbeit wie zum Beispiel die an Serien rückblickend zu reflektieren. Zwar sei Vieles an deutschen Serien "toll" gewesen, so Fahmüller, doch müsse man sich durchaus ein paar Fragen stellen wie: "Was könnte man noch besser machen? Erzählen wir tatsächlich Figuren, die interessant genug sind, eine ganze Staffel zu tragen? Wo schleichen sich neue Stereotype ein?"

In insgesamt 17 Einzelveranstaltungen, auf deren Podien u.a. die Drehbuchautoren Annette Hess, Sebastian Andrae und Lisa Miller, Regisseur Joachim Masannek und die Leiterin der Berlinale-Sektion Perspektive Deutsches Kino, Linda Söffker, saßen wurde "zu couragierten und innovativen Erzählformen ermutigt, Perspektivwechsel zur Stärkung der weiblichen Figuren und Geschichten angeregt und dazu animiert, ein flexibles Normalitäts- und Realitätsverhältnis weiterzuentwickeln", heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Zu den Themen der Tagung "FilmStoffEntwicklung" zählten außerdem die Erfolgsgeschichten des non-fiktionalen Kinder-TV, die Herausforderungen bei der Gestaltung investigativer Dokumentarfilme, die Wichtigkeit der Imagination sowie die Vorstellung der neuesten Tools zur Stoffentwicklung.