Kino

Glückwünsche für deutsche Oscar-Gewinner

Als "Ansporn", die Anstrengungen zur Unterstützung dieser Zukunftsbranche fortzusetzen, sieht Kulturstaatsministerin Monika Grütters die Auszeichnung von Effektspezialist Gerd Nefzer und seinen Mitstreitern. Ähnlich äußert sich Marco Wanderwitz.

05.03.2018 12:29 • von Marc Mensch
Kulturstaatsministerin Monika Grütters (Bild: Christof Rieken)

Auch wenn der großartige Kurzfilm "Watu Wote" am Ende leider leer ausging, so gab die Verleihung der Academy Awards doch auch aus deutscher Sicht Anlass zur Freude. Spezialeffektkünstler Gerd Nefzer aus Potsdam-Babelsberg wurde für seine Arbeit an "Blade Runner 2049" gemeinsam mit John Nelson, Paul Lambert und Richard R. Hoover mit dem Oscar für die besten visuellen Effekte ausgezeichnet. Komplizen Film wiederum konnte als Koproduzent von "Eine fantastische Frau" jubeln, der als bester nicht-englischsprachiger Film geehrt wurde.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters gratulierte den Preisträgern und nutzte die Gelegenheit, um die Bedeutung des digitalen Filmschaffens hervorzuheben: "Der Oscar ist ein großartiger Erfolg für Gerd Nefzer und seine Mitstreiter. Er ist aber auch ein wichtiges Ausrufezeichnen für den Filmstandort Deutschland und seine hervorragend qualifizierten Filmschaffenden. Dass Gerd Nefzer den weltweit wichtigsten Filmpreis gerade in der Kategorie visuelle Effekte gewonnen hat, belegt das Weltniveau, mit dem in Deutschland produziert wird. Die Anerkennung deutscher Filmkunst durch die Oscar Academy ist für uns zugleich Ansporn, unsere Anstrengungen zur Unterstützung dieser Zukunftsbranche fortzusetzen. Mit der geplanten Aufstockung des DFFF II auf 75 Mio. Euro jährlich wollen wir gerade auch diese digitalen Filmschaffenden stärken. Dass sich dies lohnt, hat Gerd Nefzer mit seinem kreativen Schaffen in Potsdam-Babelsberg eindrucksvoll gezeigt. Auch mit dem 'Auslandsoscar' an den Gewinner des Silbernen Bären 2017, 'Eine fantastische Frau' zeigt sich die Berlinale einmal mehr auf Augenhöhe mit der internationalen Filmszene. Die chilenisch-deutsche Arthouse - Koproduktion wurde mit DFFF-Mitteln finanziert. Herzliche Glückwünsche hierfür an Komplizen Film."

Auch Marco Wanderwitz, der kultur- und medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, unterstrich das Vorhaben der Bundesregierung, einer Zukunftsbranche künftig noch stärkere Unterstützung zukommen zu lassen. Wörtlich sagte er: "Ein großer Erfolg für die deutsche Filmbranche in Hollywood! Wir gratulieren Gerd Nefzer zum Oscar für die besten visuellen Effekte in dem Film 'Blade Runner 2049'. Das zeigt: Die deutsche VFX-Branche ist international voll konkurrenzfähig. Produktionsstudios für visuelle Effekte sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor mit vielen hochwertigen Arbeitsplätzen. Deshalb hat sich die neue Koalition eine umfassende Förderung audiovisueller Inhalte vorgenommen. Das schließt die VFX-Förderung ausdrücklich ein."

Gratulationen für Nefzer kamen natürlich auch von der Studio-Babelsberg-Spitze. Vorstand Christoph Fisser erklärte: "Wir freuen uns von ganzem Herzen! Gerd Nefzer ist ein Babelsberger Urgestein - seit über 20 Jahren haben wir eine gemeinsame Firma auf dem Studiogelände. Er hat an unzähligen deutschen und internationalen Produktionen mitgewirkt und das Know-how aus Babelsberg in die Welt getragen. Toll, dass wir auch bei unserer aktuellen Produktion auf die Erfahrung und Kompetenz von Gerd und seinem erstklassigen Team zählen können."

Henning Molfenter, Geschäftsführer der Studio Babelsberg Motion Pictures GmbH, ergänzt: "Der Oscar in dieser technischen Kategorie zeigt abermals, dass die deutschen Filmschaffenden auf höchstem internationalen Niveau arbeiten. Das ist eine großartige Anerkennung. Wir gratulieren Gerd Nefzer und seinem gesamten Team! Gleichzeitig hoffen wir, dass die Produktionsanreize für große internationale Projekte langfristig ausgebaut und gestärkt werden, damit solche Talente dem Filmstandort Deutschland erhalten bleiben."