Festival

Doris Dörrie zur Eröffnung in Saarbrücken geehrt

Am Eröffnungsabend des Filmfestival Max Ophüls Preis wurde Doris Dörrie für ihre Verdienste um den jungen deutschsprachigen Film gestern mit dem Ehrenpreis des Festivals ausgezeichnet.

23.01.2018 08:00 • von Jochen Müller

Mit der Deutschlandpremiere von Robert Schwentkes Der Hauptmann" ist gestern Abend vor rund 1.200 Gästen, darunter Saarlands Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, in Saarbrücken das Filmfestival Max Ophüls Preis eröffnet worden.

Im Rahmen der Eröffnungsgala wurde Doris Dörrie für ihre Verdienste um den jungen deutschsprachigen Film mit dem Ehrenpreis des Festivals ausgezeichnet. In ihrer Dankesrede betonte Dörrie, dass der Publikumspreis, den sie 1984 für Mitten ins Herz" in Saarbrücken erhalten hatte, eine Ermutigung für sie war und sie sich wünschen würde, "dass wir die jungen Filmschaffenden grundsätzlich mehr ermutigen, Risiken einzugehen und ihre eigenen Geschichten zu finden."

Zuvor hatte der Progammleiter des Filmfestival Max Ophüls Preis, Oliver Baumgarten, in seiner Laudatio herausgestellt, dass Doris Dörrie als Regisseurin schon seit mehr als 40 Jahren erfolgreich Filme für Kino und Fernsehen gedreht habe, was in Deutschland noch nicht allzu viel Filmemachern und fast keiner anderen Filmemacherin gelungen sei. Sie habe sich in all den Jahren "in diesem von Männern dominierten Umfeld" behauptet und immer wieder berufliche Tiefschläge mit enormer Kraft überwunden. Das habe sie zum Vorbild für junge Filmemacherinnen und Filmemacher werden lassen.