Digitaler Vertrieb

Streit um Digitalcodes: Redbox erhebt Gegenklage

Nachdem Disney Ende letzten Jahres eine Klage gegen Redbox eingereicht hatte, erfolgte jetzt die Retourkutsche.

18.01.2018 13:17 • von Jörg Rumbucher
Redbox verkauft Digitalcodes von Titeln wie "Rogue One" (Bild: Walt Disney)

Wegen des Handels mit Digitalcodes, die physischen Produkten beiliegen, hatte Disney Ende letzten Jahres eine Klage gegen Automatenbetreiber Redbox eingereicht. Jetzt erfolgte eine Gegenklage des Unternehmens. Diese wurde am 16. Januar vor einem US-Bezirksgericht in Los Angeles eingereicht. Demnach beruft sich Redbox auf die "First-Sale-Doktrin", die erlaubt, veröffentlichte Medien weiterzukaufen. Da Disney und Redbox derzeit kein Vertriebsabkommen haben, muss sich Redbox Disney-Ware auf dem freien Markt besorgen, um sie anschließend seinen Kunden zugänglich zu machen. Zuletzt hatte Redbox offenbar auch die physischen Produkten - in der Regel Blu-rays - beiliegenden Digitalcodes weiterverkauft, um im Digitalgeschäft mitmischen zu können.

Redbox hat laut Beschwerde mehr als 700.000 Dollar in die Einführung eines digitalen Dienstes investiert. Darin heißt es, dass die Klage von Disney wettbewerbswidrig sei. Redbox hatte im Oktober 2017 damit begonnen, auf seiner Website Digitalcodes von Disney-Titeln wie "Die Schöne und das Biest", "Rogue One" oder "Vaiana" anzubieten.