Kino

Kinotickets in den USA vier Prozent teurer

Der amerikanische Kinoverband NATO hat den Durchschnittspreis für ein Kinoticket im Jahr 2017 in Nordamerika bekannt gegeben. Noch nie waren Eintrittskarten teurer.

18.01.2018 08:37 • von Barbara Schuster
NATO-Chef John Fithian (Bild: Kurt Krieger)

Durchschnittlich 8,97 US-Dollar kostete ein Kinoticket 2017 in den USA. Damit ist der Preis um vier Prozent gegenüber 2016 angestiegen, als er bei 8,65 US-Dollar lag. Dies gab die National Association of Theatre Owners (NATO), die Vereinigung der US-amerikanischen Kinobetreiber, bekannt. Die Berechnungen der NATO ergeben sich als Durchschnitt aller in den Kinos erfassten Preiskategorien, seien es reduzierte Seniorentickets oder teurere Wochenendtickets. Das Boxoffice 2017 fiel laut NATO um 2,55 Prozent auf 11,09 Mrd. Dollar im Vergleich zum Jahr davor. Aus diesen Zahlen errechnete die Vereinigung, dass das Kinojahr 2017 1,24 Mrd. Besucher zählte, ganze sechs Prozent weniger als 2016. Die drei erfolgreichsten Kinoketten in den USA - AMC, Regal und Cinemark - verbuchten gemeinsam von Januar bis September 2017 454,5 Mio. verkaufte Tickets und lagen damit über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, als 449,7 Mio. Besucher generiert wurden.

Wie die NATO weiter bekannt gibt, erlebte das US-Kinojahr 2017 nach einem rekordverdächtigen ersten Quartal 2017 einen enttäuschenden Kinosommer, der 92 Mio. Besucher hinter dem Kinosommer 2016 herhinkte. Das letzte Quartal des vergangenen Kinojahres lag dann aber mit 315 Mio. verkauften Tickets wieder fast gleichauf mit dem Vergleichsquartal aus 2016, wo 319 Mio. Besucher gezählt wurden.

In den vergangenen zehn Jahren wurden - jeweils im Vergleich mit dem Vorjahr - vier Mal ein Besucheranstieg, fünf Mal ein Besucherrückgang und ein Mal kein Unterschied festgestellt.