Produktion

Drama um "Han Solo"-Film

Seit Februar wird der noch unbetitelte "Han Solo"-Spinoff-Film in den Londoner Pinewood Studios gedreht. Jetzt sind die beiden Regisseure, Phil Lord und Chris Miller, wegen "kreativer Differenzen" mit Lucasfilm-Chefin Kathleen Kennedy und Autor Lawrence Kasdan aus der Produktion ausgestiegen. Es gibt bereits einen Kandidaten, der den teuren und wichtigen Film retten soll.

21.06.2017 04:58 • von Thomas Schultze
Zum Drehstart waren alle noch eine glückliche Familie (Bild: Walt Disney)

Seit Februar wird der noch unbetitelte "Han Solo"-Spinoff-Film mit Alden Ehrenreich und Emilia Clarke in den Hauptrollen in den Londoner Pinewood Studios gedreht. Jetzt sind die beiden Regisseure, Phil Lord und Chris Miller, wegen "kreativer Differenzen" mit Lucasfilm-Chefin Kathleen Kennedy und Autor Lawrence Kasdan aus der Produktion ausgestiegen. Das gaben die beiden zerstrittenen Parteien in einem gemeinsamen offiziellen Statement bekannt. "Wir hatten unterschiedliche kreative Visionen für den Film und haben uns entschlossen, getrennte Wege zu gehen", schreibt Kennedy, und Lord und Miller, die zuletzt mit 21 Jump Street" und dessen Fortsetzung sowie The Lego Movie" erfolgreich waren, sagen: "Unglücklicherweise haben sich unsere Vision und unser Prozess nicht mit denen unserer Partner vertragen. Wir sind keine Fans des Ausdrucks ,kreative Differenzen', aber in diesem Fall ist das Klischee wahr."

Aus diversen Quellen in Hollywood, allen voran Deadline, hört man, dass es bereits einen Kandidaten gibt, der den teuren und wichtigen Film für Disney retten soll: Gespräche mit Oscar-Gewinner Ron Howard, zuletzt mit der Dan-Brown-Verfilmung "Inferno" und der Beatles-Doku Eight Days a Week" in den Kinos, sollen bereits fortgeschritten sein. Howard ist mit fast 40 Jahren Erfahrung als Regisseur allemal erfahren genug, das Projekt nicht nur zu retten, sondern auch den geplanten Starttermin im Mai 2018 zu halten. Ein anderer potenzieller Kandidat ist Lawrence Kasdan selber, aber obwohl auch er als Regisseur sehr erfahren ist, hat er, anders als Howard, doch nie ein Projekt von dieser Größe gestemmt.

Schon bei dem vorangegangenen "Star Wars"-Spinoff-Film, Rogue One: A Star Wars Story", hatte es Probleme mit dem ursprünglichen Regisseur gegeben. Gareth Edwards soll damals bei umfassenden Nachdrehs von Drehbuchautor Tony Gilroy ersetzt worden sein.