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Kinocharts USA: Doctor Strange, oder wie Marvel lernte, einen Blockbuster zu landen

Nach einigen Wochen des Vor-sich-Hindümpelns hat sich das US-Boxoffice wie erwartet am ersten November-Wochenende wieder erholt, was nicht zuletzt "Doctor Strange" zu verdanken ist, der noch stärker startete als erwartet und den Marvel Studios auf heimischem Boden den nächsten Blockbuster beschert.

06.11.2016 13:02 • von Thomas Schultze
"Doctor Strange" bringt Leben ins US-Boxoffice (Bild: Walt Disney)

Nach einigen Wochen des Vor-sich-Hindümpelns hat sich das US-Boxoffice wie erwartet am ersten November-Wochenende wieder erholt, was nicht zuletzt Doctor Strange" zu verdanken ist, der noch stärker startete als erwartet und den Marvel Studios auf heimischem Boden den nächsten Blockbuster beschert. In 3882 Kinos gestartet, rechnet man nunmehr mit einem Einspiel bis zu 83 Mio. Dollar für den von Scott Derrickson mit Benedict Cumberbatch in der Titelrolle besetzten Superheldenfilm. Er liegt damit zwar hinter den massiven Zahlen der "Avengers"-Filme, aber es ist das bisher zweitbeste Ergebnis einer Entstehungsgeschichte nach Guardians of the Galaxy" (94,3 Mio. Dollar im Sommer 2014) und das beste November-Ergebnis eines Marvel-Films.

Auf Platz zwei werden ebenfalls starke Zahlen geschrieben: Trolls" startet als letzter bei Fox ausgewerteter DreamWorks-Animation-Film mit 43 Mio. Dollar in 4060 Kinos und kam dabei wohl vor allem beim weiblichen Publikum an. Mel Gibson kann sich ebenfalls über solide Zahlen freuen für seine erste Regiearbeit seit Apocalypto" im Jahr 2005: Der Kriegsfilm Hacksaw Ridge" mit Andrew Garfield wurde von Lionsgate in 2886 Kinos gestartet und kommt auf 15 Mio. Dollar Einspiel. Das überwiegend erwachsene Publikum gab dem für 40 Mio. Dollar entstandenen Film die Bestbewertung, was für ein potenziell längeres Leben auf der Leinwand spricht.

Der vierte Platz ging an "Tyler Perry's Boo! A Madea Halloween", der nach 6,4 Mio. Dollar am dritten Wochenende gesamt bereits bei 65 Mio. Dollar Boxoffice hält. Es ist der bereits dritterfolgreichste Titel in der Karriere von Tyler Perry, dessen Regiearbeiten in Deutschland noch nie im Kino ausgewertet wurden. Die Top fünf beschließt der enttäuschende "Inferno", der nach 6,4 Mio. Dollar Einspiel gesamt erst bei 26,2 Mio. Dollar hält.