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Allianz Unabhängiger Filmdienstleister stellt sich breiter auf

Nachdem sich im vergangenen Jahr mehr Postproduktionshäuser der Allianz Unabhängiger Filmdienstleister (AUF) angeschlossen haben, wurden nun auch zwei Vertreter dieser Unternehmen in den Vorstand des Verbands berufen.

27.10.2016 16:36 • von Jochen Müller

Mit Michael Hieber (Screencraft) und Uwe Bendixen (BMS) hat die Allianz Unabhängiger Filmdienstleister (AUF) jetzt erstmals zwei Vertreter von Postproduktionshäusern in ihren Vorstand berufen. Damit trägt der Verband nach eigenen Angaben der Tatsache Rechnung, dass sich ihm im vergangenen Jahr vermehrt Postproduktionshäuser angeschlossen hätten.

"Mit dieser repräsentativen und schlagkräftigen Besetzung aus Rental und Postproduktion wird sich der Verband weiterhin für faire Marktbedingungen und den Rückbau des Wildwuchses bestehender Beteiligungsstrukturen von ARD und ZDF engagieren. Denn es sind insbesondere die öffentlich-rechtlichen Dienstleistungstöchter, die mit ihren quersubventionierten Niedrigpreisen die unabhängigen Filmdienstleister in wirtschaftliche Not bringen", so die AUF-Mitteilung.

Die "Post-Mitglieder" des Verbands hätten ihm von einem Preisverfall von bis zu 50 Prozent unter der Kalkulationsrealität berichtet, erklärt der AUF-Vorstandsvorsitzende Martin Ludwig. Dabei sei der Preis bei den Postproduktionshäusern nicht das ausschlaggebende Kriterium, wie Uwe Bendixen betont: "Die zunehmende Datenflut erhöht die geforderte Leistung in unserem Bereich enorm, zeitgleich aber sinken die Budgets sogar. Das ist eine Entwicklung, die unsere Existenz bedroht. Wir können und wollen uns nicht allein über den Preis definieren, sondern über Qualität, gut ausgebildetes Personal und eine professionelle Arbeitsumgebung."