Produktion

ZDF dreht eigenen Allgäukrimi

Kommissar Kluftinger bekommt Konkurrenz. Die neue ZDF-Reihe "Mordkommission Königswinkel" spielt ebenfalls im Allgäu und sorgt dafür, dass der Name Berghammer wieder auf der Krimilandkarte auftaucht.

27.10.2016 15:36 • von Frank Heine
Lavinia Wilson und Vladimir Burlakov im neuen Samstagskrimi "Mordkommission Königswinkel" (Bild: ZDF / Jacqueline Krause-Burberg )

Bewusste Dreistigkeit, Naivität oder Ehrerbietung? Warum man sich beim ZDF dafür erwärmen konnte, Lavinia Wilson als potentieller neuer Samstagskrimi-Ermittlerin den Rollennamen Berghammer zu verpassen, bleibt schleierhaft. Dass Mordkommission Königswinkel", so der Titel der geplanten Reihe, Reminiszenzen an den Bullen von Tölz" wecken soll, scheint eher unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist es, dass man im ZDF ein Pendant zu den Kluftinger-Krimis oder den noch erfolgreicheren "Bozen Krimis" der ARD gesucht hat. Denn Produzent der im Allgäuer Königswinkel, also um Füssen herum, angesiedelten Krimireihe ist ebenfalls Eberhard Jost mit seiner JoJo Film. Ein Quotengarant, der den Mainzern mit Landschaftskrimis wie Mord am Höllengrund" (6,30 Mio.) oder zuletzt Liebe bis in den Mord - Ein Alpenthriller" (5,93 Mio.) Spitzenwerte bescherte.

Lavinia Wilson also, bekannt u.a. aus Frau Böhm sagt nein" oder der Charlotte-Roche-Verfilmung Schoßgebete", spielt im Pilotfilm die stets korrekte Hauptkommissarin Julia Berghammer, die im Mordfall eines Lokaljournalisten ermittelt, der offenbar an einer Geschichte über die italienische Mafia im Allgäu recherchiert hat. Der von Hannes Jaenicke gespielte Polizeidirektor verfügt, dass Berghammer gemeinsam mit dem frisch aus dem Gefängnis entlassenen Hauptkommissar Thomas Stahl ein Team bildet. Ein Alptraum für Berghammer - auch wenn Stahl wohl unschuldig einsaß, aber er scheint in den aktuellen Fall verstrickt zu sein. Den Stahl-Part übernahm Vladimir Burlakov. In weiteren Rollen wirken Frederic Linkemann, Johannes Zirner, Thomas Unger und Peter Schorn mit. Regie führt Thomas Nennstiel nach dem Drehbuch von Jürgen Werner.

Die Dreharbeiten dauern noch bis 13. November. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei Gabriele Heuser.