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Produzentenallianz gegen Absenkung des Rundfunkbeitrags

Im Vorfeld der am 27./28. Oktober stattfindenden Ministerpräsidentenkonferenz hat die Produzentenallianz die von der KEF vorgeschlagene Senkung des Rundfunkbeitrags als "fatales Zeichen an Branche und Fernsehzuschauer" bezeichnet.

25.10.2016 16:14 • von Jochen Müller

Die von der KEF vorgeschlagene Senkung des Rundfunkbeitrags zum 1. Januar 2017 von 17,50 auf 17,20 Euro im Monat (wir berichteten) stößt auch bei der Allianz Deutscher Produzenten - Film & Fernsehen auf Ablehnung. Wie der Vorsitzende der Produzentenallianz, Alexander Thies, im Vorfeld der am 27. und 28. Oktober stattfindenden Ministerpräsidentenkonferenz betont, müssten ARD und ZDF seit 2009 mit stagnierenden Budgets auskommen und das bei gestiegenen Kosten für Technik, Löhne und Pensionen. Die Mittel, die die öffentlich-rechtlichen Sender für ihre Kernaufgabe, das Programm, aufwenden könnten, seien "alles andere als sachgerecht".

Leidtragende seien sowohl die Filmschaffenden als auch die Fernsehzuschauer, so Thies: "Ausreichende Mittel im Programm sind notwendig, um Filmschaffende auskömmlich bezahlen zu können, um hohe Qualität abzuliefern und um Programminnovationen für das Publikum zu ermöglichen. Eine Absenkung des Rundfunkbeitrags zum gegenwärtigen Zeitpunkt wäre nicht nur an die Branche ein fatales Signal, sondern in Zeiten sinkender Medienakzeptanz auch an die Fernsehzuschauerinnen und -zuschauer, die für ihr Geld nicht Stagnation, sondern Entwicklung und Fortschritt erwarten dürfen."