Hohe Haftstrafen für britische Pay-TV-Piraten
Ein britisches Gericht hat kürzlich sechs Mitglieder eines Piratenrings zu teils langen Haftstrafen verurteilt. Sie hatten gefälschte Set-Top-Boxen für den Pay-TV-Anbieter Virgin Media unters Volk gebracht.
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Der Leicester Crown Court hat Ende vergangener Woche sechs Mitglieder eines Piratenrings zu teils langen Haftstrafen verurteilt. Sie hatten gefälschte Set-Top-Boxen für den Pay-TV-Anbieter Virgin Media unters Volk gebracht. Der Anführer der Gruppe, ein 51-jähriger Mann aus Leicester, muss für sechs Jahre ins Gefängnis und darf acht Jahre lang kein Unternehmen führen. Er hatte die Verschlüsselung von Virgin Media geknackt und tausende Set-Top-Boxen aus Asien importiert, um sie anschließend zu modifizieren. Die gefälschten Set-Top-Boxen, mit denen dann ohne weitere Kosten Pay-TV-Sender empfangen werden konnten, wurden über das Internet für bis zu 180 Pfund das Stück feilgeboten. Die Polizei hatte alleine in seiner Wohnung 250.000 Pfund in bar sichergestellt. Für den Vertrieb der illegalen Hardware hatte der Pay-TV-Pirat mehrere Helfer rekrutiert. Drei davon erhielten Haftstrafen zwischen 13 und 18 Monaten, zwei kamen mit Bewährungsstrafen und Sozialstunden davon. Die Urteile für zwei weitere Angehörige des Netzwerks stehen noch aus.
"Betrug kostet unseren Kunden, unserem Geschäft und der Kreativwirtschaft Millionen Pfund und wir danken der Polizei in Leicestershire dafür, dieses Kriminellennetzwerk zur Rechenschaft gezogen zu haben", ließ ein Virgin-Media-Sprecher verlauten.