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Update: Redstone vs Dauman: Schlammschlacht bei Viacom

Sumner Redstone, hochbetagter Mehrheitseigentümer von Viacom, hat sich mit seinem langjährigen Protégé Philippe Dauman überworfen. Bei dem Streit geht es nicht nur um den geplanten Teilverkauf von Paramount.

23.05.2016 12:41 • von
Spricht sich gegen einen Teilverkauf von Paramount aus: Sumner Redstone (Bild: Kurt Krieger)

Sumner Redstone, hochbetagter Mehrheitseigentümer von Viacom, hat sich mit seinem langjährigen Protégé Philippe Dauman überworfen. Dabei geht es offenbar auch um den geplanten Verkauf einer Minderheitsbeteiligung an Paramount. Wie Redstone am Wochenende über ein Statement eines Sprechers verlauten ließ, sei er der Meinung, dass Paramount Pictures weiterhin komplett Viacom gehören solle. Dauman strebt dagegen an, schon bald einen strategischen Investor ins Boot zu holen.

Noch mehr Aufsehen erregte allerdings die Entscheidung Redstones, den Viacom-CEO Dauman sowie den langjährigen Firmenanwalt George Abrams aus dem Verwaltungsrat seiner Holding National Amusements zu werfen. National Amusements ist Mehrheitseigner bei Viacom und CBS. Darüber hinaus hat Redstone Dauman und Abrams aus der Stiftung, die sein milliardenschweres Imperium nach seinem Tod verwalten wird, verbannt.

Viacom reagierte mit schweren Vorwürfen auf diese Schritte. Der Medienkonzern unterstellt Redstone, von seiner Tochter Shari Redstone manipuliert zu werden, die 20 Prozent an National Amusements Inc. hält und die Kontrolle über das Konglomerat anstrebe. So werde Sumner Redstone systematisch von den Verwaltungsratsmitgliedern isoliert. Vorwürfe, den der fast 93-jährige Sumner Redstone wiederum über seinen Sprecher scharf zurückwies.

Update: Dass Dauman und Abrams nicht länger Treuhänder des Sumner M. Redstone National Amusements Trust sind, hat ein juristisches Nachspiel: Am Montag haben der Viacom-CEO und der Anwalt Klage gegen Shari Redstone und andere Mitglieder der Stiftungsverwaltung eingereicht. Ihrer Ansicht nach sei der Rauswurf nichtig, da Shari Redstone ihren gesundheitlich schwer angeschlagenen Vater manipuliert habe, um in der Stiftung das Ruder zu übernehmen.