Festival

Snowdance mit Til und Tüll

Til Schweiger im Independent-Talk, eine rauschende "Versailles"-Premiere und ein niederländischer Hauptpreis-Gewinner zählten zu den Höhepunkten des dritten Snowdance Independent Film Festivals.

01.02.2016 15:45 • von Frank Heine
Til Schweiger und Heiner Lauterbach auf dem diesjährigen Snowdance Festival (Bild: Julian Leitenstorfer/Snowdance)

Im ausverkauften Stadttheater in Landsberg am Lech ging gestern Abend das dreitägige Snowdance Independent Film Festival 3.0 mit der Kür der Gewinner zu Ende. Als bester Film wurde die niederländische Liebesgeschichte "The Most Beautiful Thing in the World" ausgezeichnet. Danyael Sugawara erzählt die Geschichte eines Kindes, das seine Eltern fast bis zur Trennung spaltet. Den Snowdance Award für die beste Dokumentation bekam Benjamin Best für "Dirty Games" - ein Film über die Abgründe im Profisport. Beide Preise wurden von Sky Deutschland gestiftet. Der Jury gehörten u.a. Schauspieler Hannes Jaenicke, Sky-Filmchef Marcus Ammon und Torben Schiller, Sales Director bei DCM, an.

Für seine bereits bei den erfolgreiche schwarze Komödie Der Kuckuck und der Esel" bekam Andreas Arnstedt die Auszeichnung für die beste Regie. Für die Bildegestaltung der französischen Agentenkomödie "Zero Zero Belge" wurde Bruno Degrave für die beste Kameraarbeit prämiert. Leo Bülow aus Schweden erhielt für "The Man on the Roof" den Snowdance Shortfilm Award. Bester Videoclip wurde "Baba Che" von Alexander Ullmann. Für Schauspieler gab es ein Speedcasting, veranstaltet von der Fachzeitschrift ca:stmag. Die Marlene genannte Siegerstatue in Gestalt einer Giraffe ging an Nadine Heidenreich und Norbert Ortner, Absolvent der Schauspielschule Zerboni.

Höhepunkte gab es bei der dritten Ausgabe des Indie-Festivals gleich mehrere. Juror Hannes Jaenicke präsentierte mit seinem Kameramann Markus Strobel die gemeinsame Umweltdoku-Reihe "Hannes Jaenicke im Einsatz für...". Til Schweiger nahm an der Podiumsdiskussion zum Thema "Was ist Independent?" teil. Sky ermöglichte schließlich noch die Deutschlandpremiere der Serie Versailles", künftiges Programmhighlight des Senders. Entsprechend positiv fiel die Bilanz der Festival-Organisatoren Tom Bohn, Heiner Lauterbach (Festival Director) und Jürgen Farenholtz aus, die sich vom rasanten Wachstums des Festivals begeistert zeigten.