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Til Schweiger stänkert gegen ARD

Die ARD hat die beiden Til-Schweiger-"Tatorte" wegen der Terroranschläge in Paris verschoben - eine Entscheidung, die der Schauspieler jetzt kritisiert.

17.11.2015 10:38 • von Andreas Kloo
Til Schweiger in der "Tatort"-Folge "Der große Schmerz" (Bild: NDR/Gordon Timpen)

Die Entscheidung der ARD-Programmverantwortlichen, die beiden "Tatorte" mit Til Schweiger in der Hauptrolle aus Respekt vor den Opfern der Terroranschläge in Paris auf Januar zu verschieben, findet der Schauspieler "falsch". Das sagte Schweiger der Bild-Zeitung. "Ich habe versucht, die Verschiebung zu verhindern, habe diskutiert, habe gehofft, dass wenigsten die Premiere stattfinden kann. Die Nationalmannschaft wird ja auch dafür gefeiert, dass sie weiter ihre Spiele spielt. Wenn man stattdessen am Sonntag eine Sondersendung zu den Terroranschlägen zeigen würde, wäre es für mich verständlicher", so der streitbare Schauspieler weiter.

Die "Tatort"-Doppelfolge "Der große Schmerz" und "Fegefeuer", jeweils mit Til Schweiger in der Hauptrolle des Kommissars Nick Tschiller, war für 22. und 29. November geplant. NDR-Programmdirektor Frank Beckmann, innerhalb der ARD federführend für die Schweiger-"Tatorte" verantwortlich, begründete seine Entscheidung so: "Aus Respekt vor den Opfern der grausamen Anschläge von Paris haben wir die Premiere der 'Tatorte' mit Til Schweiger auf das kommende Jahr geschoben. Es passt einfach nicht in diese Wochen, eine Krimireihe zu zeigen, in der es auch um einen terroristischen Angriff geht." Die Ausstrahlung der beiden Schweiger-"Tatorte" soll voraussichtlich im Januar 2016 stattfinden. Am 4. Februar startet dann der Kino-"Tatort: Off Duty" mit Til Schweiger in der Hauptrolle.

Anstelle der beiden Schweiger-"Tatorte" werden im Ersten zwei andere Erstausstrahlungen aus der Krimireihe zu sehen sein: am 22. November wird der "Tatort: Spielverderber" mit Maria Furtwängler in der Hauptrolle gezeigt, am 29. November der "Tatort: Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes" mit Axel Milberg und Sibel Kekilli als Ermittler.