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Fusion von ProSiebenSat.1 und Springer vom Tisch

Die beiden Medienunternehmen kooperieren im Bereich Startups, eine darüber hinausgehende Zusammenarbeit oder gar Fusion sein nicht mehr geplant, teilten ProSiebenSat.1 und Springer heute übereinstimmend mit.

29.07.2015 15:46 • von Andreas Kloo
ProSiebenSat.1 kooperiert im Bereich Startups mit Springer, eine Fusion ist aber vom Tisch (Bild: ProSiebenSat.1)

Axel Springer und ProSiebenSat fördern künftig gemeinsam digitale Startups. Laut einer Mitteilung der beiden Konzerne sind dazu gemeinsame Investitionen in Unternehmen und Fonds, eine Vernetzung der Förderprogramme sowie Media-for-Equity-Investitionen geplant. Eine weitergehende Zusammenarbeit zwischen den Medienunternehmen oder gar eine Fusion sei nicht geplant, berichteten übereinstimmende Online-Nachrichtenportale.

Anfang des Monats berichtete das Wall Steet Journal über Gespräche über eine Fusion der beiden Medienkonzerne. Damals hieß es, die Verhandlungen seien in einem sehr frühen Stadium. Schon einmal wollten Springer und ProSiebenSat.1 gemeinsame Sache machen: Im Sommer 2005 verkündete Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner die Absicht, ProSiebenSat.1 zu übernehmen. Die Pläne scheiterten an Bedenken der Wettbewerbshüter. Im Januar 2014 erklärte das Bundesverwaltungsgericht die Entscheidung der KEK für rechtswidrig, die Fusion von Springer und ProSiebenSat.1 mit Hinweis auf eine dann "vorherrschende Meinungsmacht" zu untersagen. Rechtlich an diese Entscheidung gebunden, verweigerte die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) damals dem Fusionsvorhaben seine Zustimmung.