Verleih

VÖ-schwacher Juni bremst Redbox aus

Der US-Automatenriese Redbox hat im zweiten Quartal sowohl an Umsatz als auch Gewinn eingebüßt. Nun testet der US-Marktführer im physischen Verleih Preiserhöhungen.

01.08.2014 10:12 • von

Vor allem der veröffentlichungsarme Juni hat Redbox die Quartalsbilanz verhagelt. Wie der Automatenriese und US-Marktführer im physischen Verleih mitteilt, sank der Umsatz im Berichtszeitraum April bis Juni von 478,5 Mio. Dollar im Vorjahresquartal auf 445,5 Mio. Dollar. 169,3 Mio. Verleihvorgänge zählte die Coinstar-Tochter im zweiten Quartal, das waren 9,3 Prozent weniger als im Vorjahr. 14,1 Prozent der Transaktionen entfielen auf Blu-ray, mehr als im Vorjahr. Rückläufig ist dagegen der Gamesanteil an Redbox' Verleihvorgängen, der im zweiten Quartal nur noch 1,8 Prozent betrug. Der operative Gewinn sank auf 83,5 Mio. Dollar (Q2/2013: 107,2 Mio. Dollar)

"Die Veröffentlichungen im Juni hatten das kleinste Boxoffice eines Monats in unserer Unternehmensgeschichte vorzuweisen", merkte CEO Scott Di Valerio an. Das kumulierte Kinoeinspiel der wenigen Veröffentlichungen - nur vier größere Titel waren im Juni erschienen - habe 83 Prozent unter dem Vorjahresmonat gelegen. Der meistgefragte Titel im gesamten Quartal war The Wolf of Wall Street", zu den weiteren erfolgreichen Verleihtiteln zählten Ride Along", "Anchorman - Die Legende kehrt zurück" und Homefront".

Redbox will dem zuletzt rückläufigen Geschäft nun mit Preiserhöhungen begegnen. Wie Di Valerio gegenüber Analysten bestätigte, werde das Unternehmen ab August in ausgewählten Regionen neue Preispunkte sowohl für DVD als auch für Blu-ray testen. Momentan kostet die Übernachtausleihe einer DVD 1,20 Dollar, einer Blu-ray 1,50 Dollar und eines Spiels 2 Dollar. Die letzte Preiserhöhung des Unternehmens, das als "1 Dollar Rental" bekannt wurde, fand im Herbst 2011 statt.