Kino

Fox büßt 20 Prozent Gewinn ein

Die Studiosparte von Rupert Murdochs Medienimperium hatte im Weihnachtsgeschäft 2013 keinen Kinohit á la "Taken 2" oder DVD-Topseller wie "Ice Age 4" zu bieten. Wachstum verzeichneten dagegen TV-Serien - einen Gewinneinbruch im zweiten Fiskalquartal bei Fox konnten aber auch "Homeland" & Co. nicht verhindern.

06.02.2014 17:30 • von Mareike Haus
Einer der größeren Kinostarts von Fox im letzten Quartal: "Das erstaunliche Leben des Walter Mitty" (Bild: Fox)

Die Studiosparte von Rupert Murdochs Medienimperium 21th Century Fox verzeichnete wie auch der Gesamtkonzern ein durchwachsenes Weihnachtsquartal. So verdiente Twentieth Century Fox im zweiten Fiskalquartal (Ende 31. Dezember 2013) mit 337 Mio. Dollar operativ rund 20 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum - und das bei einem Umsatzplus von sieben Prozent auf 2,48 Mrd. Dollar. Das Wachstum wurde aber vor allem durch TV-Produktionen generiert, darunter "Modern Family" und "Homeland", zudem spülten die SVoD-Lizenzen des "Kommissarin Lund"-Remakes "The Killing" Geld in die Fox-Kassen. Das eigentliche Filmgeschäft dagegen schnitt gegenüber der Vorjahresperiode, die insbesondere durch den Kinoerfolg "96 Hours - Taken 2" und den Home-Entertainment-Hit "Ice Age 4" geprägt war, schwächer ab. Darüber hinaus führt Fox höhere Release-Kosten für die Kinostarts "Das erstaunliche Leben des Walter Mitty" und "Dinosaurier 3D - Im Reich der Giganten" an. Weiterhin zum Quartalsumsatz trugen die Kinoauswertung von "The Counselor" sowie die Home-Entertainment-Performance von "Taffe Mädels" bei.

Bei der Bilanzpräsentation kündigt Chase Carey, Finanzchef des Mutterkonzerns 21th Century Fox, übrigens einen weiteren, großen SVoD-Deal an. So werde Amazon künftig über seinen Prime Instant Service Serien von FX Network streamen, die neue Spionageserie "The Americans" sogar exklusiv. Laut Amazon können Prime-Kunden zudem künftig auch Fox-Serien wie "How I Met Your Mother", "The League", "Louie" und "Archer" innerhalb der Flatrate abrufen. Die SVoD-Rechte von Dauerbrenner "The Simpsons" will Fox dagegen weiterhin nicht an Dritte lizenzieren - diese sollen künftig über die neue, hauseigene App FXNow gestreamt werden können.

21th Century Fox, zu dem neben der Studiosparte auch das TV-Network-, Kabel- und Satellitengeschäft Murdochs zählt, konnte den Umsatz im Weihnachtsgeschäft um 15 Prozent auf 8,16 Mrd. Dollar ausbauen. Hier wirkte sich auch die Eingliederung von Sky Deutschland positiv aus. Damit in Zusammenhang stehende Abschreibungen und vor allem Investitionen in neue TV-Sender schlugen sich allerdings merklich im Ergebnis nieder: Mit einem Nettogewinn von 1,2 Mrd. Dollar wurde das Vorjahresergebnis (2,4 Mrd. Dollar) praktisch halbiert.