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Staatsanwaltschaft stellt Verfahren gegen Ex-Kika-Chef Frank Beckmann ein

Frank Beckmann, ehemaliger Programmgeschäftsführer des Kika, hat sich zur Zahlung eines Bußgeldes bereit erklärt, die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen den heutigen NDR-Fernsehdirektor wegen des Verdachts auf Untreue jetzt eingestellt.

01.01.1970 01:00 • von Jochen Müller
NDR-Fernsehdirektor Frank Beckmann (Bild: NDR/Marcus Krüger)

Das Ermittlungsverfahren gegen Frank Beckmann, ehemaliger Programmgeschäftsführer des Kika und heutiger NDR-Fernsehdirektor, wird gegen die Zahlung eines Bußgeldes in Höhe von 30.000 Euro eingestellt. Die Staatsanwaltschaft in Erfurt hatte wegen des Verdachts der Untreue gegen Beckmann ermittelt. In einem Interview mit dem Medieninformationsdienst "DWDL" erklärte Beckmann, dass er mit der Zahlung des Bußgeldes jetzt einen Schlussstrich ziehen wolle, um sich ganz seinen jetzigen Aufgaben widmen zu können. Wichtig sei ihm dabei außerdem, dass das Geld auf seinen Vorschlag hin zum Teil dem Kika zur Verfügung gestellt werde. Beckmann betonte in dem Interview auch, dass es keine Bedingung der Staatsanwaltschaft für die Einstellung des Verfahrens gewesen sei, dass er "irgendeine Schuld" hätte einräumen müssen. In diesem Fall hätte er der Einstellung niemals zugestimmt und es auf einen Prozess ankommen lassen.

Im Februar hatte man seitens des NDR erklärt, dass man mit den Verhandlungen über eine Verlängerung von Beckmanns Ende Oktober auslaufenden Vertrag solange warten werde, bis der Sachverhalt geklärt sei. Einen Zusammenhang zwischen den ruhenden Vertragsverhandlung und der Zahlung des Bußgeldes zum jetzigen Zeitpunkt verneinte Beckmann im "DWDL"-Interview. "Auf staatsanwaltschaftliche Verfahren können Sie keinen Einfluss nehmen. Die beiden Dinge haben nichts miteinander zu tun. Im Gegenteil, ich hätte mir eine frühere Einstellung gewünscht", so der NDR-Fernsehdirektor.